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Pirnaer Hospitalkirche soll zur Kletterhalle werden

Freizeitsport Pirnaer Hospitalkirche soll zur Kletterhalle werden

Gottesdienste sind in der Pirnaer Hospitalkirche schon seit 15 Jahren nicht mehr gefeiert worden. Jetzt wollen Bergsportler den über hundert Jahre alten Sakralbau nutzen. Der Sächsische Bergsteigerbund  möchte ein Kletterzentrum einrichten.

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Kletterhallen erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
 

Quelle: Archiv

Pirna.  Gottesdienste sind in der Pirnaer Hospitalkirche schon seit 15 Jahren nicht mehr gefeiert worden. Jetzt wollen Bergsportler den über hundert Jahre alten, einst evangelischen Sakralbau an der Siegfried-Rädel-Straße neben dem Ernst-Thälmann-Platz nutzen. Der Sächsische Bergsteigerbund (SBB) mit Sitz in Dresden möchte ein Kletterzentrum dort einrichten, wie Vereinsvorsitzender Christian Walter bestätigte.

Schon seit dem vergangenen Jahr, sagte er, suchten die Mitglieder nach einem neuen Ort für ihre Kletterwände. Bis dahin standen diese in der Turnhalle auf dem Sonnenstein, die sie als Mieter nutzten. 2016 hatten sie sie dort abgebaut. Steigende Heizkosten nannte Walter als Grund. Als neuen, ortsansässigen Träger für das Kletterzentrum haben die Mitglieder den Verein Bergsport Pirna gegründet. Dem hat der Bergsteigerbund ein Darlehen von 50.000 Euro gewährt, damit er die Pläne in die Tat umsetzen kann. Das hatte der SBB im April 2016 beschlossen.

Eingebaut werden könnten in den Kirchenraum entweder zwei große Kletterwände oder ein Kletterturm in der Mitte. Darauf müssen sich die Vereinsmitglieder noch einigen. Die Kosten dafür bezifferte Christian Walter auf etwa 120.000 Euro. Zur Finanzierung wären Fördermittel nötig, etwa von der Kommune und vom Dachverband, dem Deutschen Alpenverein.

Vielleicht könnte im Herbst 2018 alles fertig sein. Angeboten hatte dem Bergsteigerbund die Stadt Pirna diese Kirche. Das Gebäude gehört ihrer Hospitalstiftung. Errichtet worden war es 1914 bis 1916 im Jugendstil als Teil des Bürgerhospitals, eines ganzen Gebäudekomplexes. Auch Bewohner des damals neu entstandenen Viertels zwischen Altstadt und der heutigen Bundesstraße B 172 nutzten die Kirche für ihre Gottesdienste.

1957 zerstörte ein Hochwasser einen Teil ihrer Innenausstattung. Daraufhin ist das Innere modern gestaltet worden. Die Stiftung überließ der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde das Gebäude in Erbpacht. Neben der großen Stadtkirche St. Marien stehen der Gemeinde auch das Kirchgemeindezentrum auf der anderen Elbseite in Copitz und die Schlosskirche in Zuschendorf zur Verfügung. Bei der Jahrhundertflut 2002 stand das Wasser 1,20 Meter hoch in der Hospitalkirche. Danach hat die Gemeinde sie entwidmet und abgegeben.

2004 ist sie für rund 110.000 Euro saniert worden. Danach nutzten vor allem Vereine sie für Ausstellungen, Konzerte und andere Veranstaltungen.

Von Tomas Gärtner

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