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Neue Tür soll Probleme am Burgbergaufzug in Meißen lösen

Pannen-Lift Neue Tür soll Probleme am Burgbergaufzug in Meißen lösen

Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2011 hat der Schrägaufzug am Meißner Burgberg mit technischen Problemen zu kämpfen. Eine Schiebetür an der Bergstation soll nun eine nachhaltige Lösung bringen.

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Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2011 hat der Schrägaufzug am Meißner Burgberg mit technischen Problemen zu kämpfen. Eine Schiebetür an der Bergstation soll nun eine nachhaltige Lösung bringen.

Quelle: Foto: Arno Burgi, dpa

Meissen. Seit es den Panorama-Aufzug am Meißner Burgberg gibt, sorgt er immer wieder für Schlagzeilen. Seine Technik versagte wiederholt den Dienst und immer wieder mussten Fahrgäste aus dem Lift befreit werden, weil sich die Türen nicht mehr öffnen ließen – so zum Beispiel Anfang Februar dieses Jahres. Die Zeit als Pannen-Aufzug soll nun ein Ende haben. Der Meißner Stadtrat sprach sich auf seiner jüngsten Sitzung für eine nachhaltige Lösung aus, um künftig Störungen am Lift zu vermeiden.

Konkret sind Umbauten an der Tür auf der Bergstation geplant. Als der Burgbergaufzug vom 2. Februar bis 9. März dieses Jahres außer Betrieb genommen werden musste, nahmen Experten die sensible Technik noch einmal genau unter die Lupe. Wie die Fehleranalyse ergab, kamen über 90 Prozent der Störmeldungen aus der Türtechnik der Bergstation. Eigentlich sollen sich, wenn der Lift die 33 Höhenmeter von der Talstation hinauf zum Domplatz überwunden hat, zwei Türen an der Burgmauer öffnen. Dabei handelt es sich um eine Art Drehtür, deren beiden Türflügel sich nach außen öffnen. Das Problem: „Die anfällige Elektronik befindet sich in der unteren Schiene“, berichtete Stadtsprecherin Katharina Reso. Und nach Regen oder Schneefall versagte wegen Nässe und Feuchtigkeit immer wieder die Elektronik.

Um dem Problem Herr zu werden, ließ die Stadt mehrere Lösungsmöglichkeiten untersuchen. Ein Vorschlag beinhaltete beispielsweise den Bau eines Windfanges, einer Überdachung an der Bergstation. Bei diesem Lösungsansatz hätte die Drehtür weiter bestehen bleiben können. Allerdings sprachen neben hohen Kosten Belange des Denkmalschutzes, die eine Genehmigung fraglich machten, gegen diesen Lösungsansatzes. Der Stadtrat entschied sich nun dafür, die Dreh- durch eine Schiebetür zu ersetzen.

Die neue Tür wird in eine Art Edelstahlschutzhülle eingebracht, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen. Eine weitere wesentliche Neuerung betrifft die Technik. „Die witterungsempfindliche Steuerungselektronik wird erneuert und wandert von der Türschiene in den oberen Bereich der Tür“, teilte Reso mit. Allerdings muss für den Einbau der Schiebetür das Portal im Mauerwerk verbreitert werden. „Links und rechts fallen jeweils 50 Zentimeter der Zinnen weg“, informierte Reso. Dieser Lösung habe bereits im September das Landesamt für Denkmalschutz zugestimmt.

Da die Denkmalpfleger keine Einwendungen gegen diesen Eingriff haben, gab der Meißner Stadtrat grünes Licht und stellt die erforderlichen 90000 Euro für den Umbau aus dem städtischen Etat zur Verfügung. Der Einbau der Schiebetür soll im kommenden Januar und Februar erfolgen. In dieser Zeit wird der Aufzug generell außer Betrieb genommen. Wenn im nächsten Frühjahr die Touristensaison auf der Albrechtsburg beginnt, soll der Lift dann hoffentlich relativ störungsfrei funktionieren. Denn der Großteil der Probleme wird mit der angestrebten Lösung beseitigt. Allerdings bleibt der Schrägaufzug, der immer wieder der Witterung ausgesetzt ist, ein empfindliches Gerät. So bedürfen die Rollen und Seile beispielsweise einer ständigen Wartung. Seit dem Jahr 2011 gibt es den Lift am Burgberg.

Von Silvio Kuhnert

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