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Moritzburg feiert Käthe Kollwitz

Programm zum 150. Geburtstag Moritzburg feiert Käthe Kollwitz

Mit einem eigenen Jahresprogramm feiert Moritzburg bei Dresden den 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz (1867-1945). Im Käthe-Kollwitz-Haus gibt es Ausstellungen sowie eine Lesung, einen Vortrag und ein Konzert.

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Ausgewählte Werke aus dem Käthe Kollwitz Museum Köln sind ab sofort in Moritzburg zu sehen.

Quelle: dpa

Moritzburg. Die Facetten des Todes und die Trauer um den Sohn: Das Käthe Kollwitz Haus Moritzburg feiert die bedeutendste Grafikerin und Bildhauerin des 20. Jahrhunderts zum 150. Geburtstag. Bis 6. August sind im Rüdenhof zunächst 14 Radierungen, Holzschnitte, Lithografien und eine Bronze aus dem Käthe Kollwitz Museum Köln zu sehen. „Es sind repräsentative Werke für ihre Auseinandersetzung mit dem Tod aus allen Schaffensphasen, der sie zeitlebens beschäftigte“, erklärte Direktorin Hannelore Fischer am Mittwoch vor der Eröffnung.

Im Erdgeschoss des Hauses, in dem die Künstlerin am 22. April 1945 starb, sind etwa eine Frau mit Kindersarg, eine liegende Mutter mit totem Kind im Schoß oder Kollwitz selbst mit leerem, trostlosem Blick zu sehen. Sie habe darin etwa den Nahtod ihres ältesten Sohnes, den Verlust des gefallenen jüngeren Sohnes oder die Ängste der Mütter um ihre Kinder im Krieg verarbeitet, sagte Fischer.

Eine zweite Schau soll ab Mitte August das Verhältnis von Kollwitz zu Prinz Ernst Heinrich von Sachsen erhellen. Der Wettiner hatte ihr, die ohne Heim und Atelier war, zwei Zimmer nahe seines Jagdschlosses zur Verfügung gestellt. Die ungleiche Beziehung werde erstmals näher erforscht, kündigte die Leiterin der Gedenkstätte, Sabine Hänisch, an. Dazu kommen ein Vortrag über die Verbindung der Künstlerin zu Goethe und eine szenische Lesung um ihre Beziehung zu Kollege Ernst Barlach.

Der Rüdenhof, in dem Kollwitz neun Monate lebte, ist der einzige noch authentische Aufenthaltsort der bedeutendsten Grafikerin und Bildhauerin des 20. Jahrhunderts. In dem barocken Gebäude wird seit 1995 das Andenken an Kollwitz wachgehalten - mit Werken, Schriften und Erinnerungsstücken. Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos) hofft auf mehr Aufmerksamkeit im Jubiläumsjahr. „Moritzburg hat mehr zu bieten als Aschenbrödel“, sagte er mit Blick auf die alljährliche Winterschau zum Kult-Film in Schloss Moritzburg. „Es hat auch Käthe Kollwitz und die Tradition der "Brücke"-Künstler.“

dpa

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