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Mitte 2018 soll zweite Batteriefabrik von Accumotive in Kamenz in Betrieb gehen

Elektromobilität Mitte 2018 soll zweite Batteriefabrik von Accumotive in Kamenz in Betrieb gehen

Der Autobauer Daimler hat den Grundstein für eine zweite Fabrik seines Tochterunternehmens Accumotive in Kamenz gelegt. Die Investition ist Bestandteil der Elektrooffensive des Konzerns und bringt hunderte Jobs in die Lausitz.

Kanzlerin Angela Merkel (M.), Stanislaw Tillich (2.v.l.), ließen sich bei einem Betriebsrundgang von Markus Schäfer (l.), Dieter Zetsche (2.v.r.) und Frank Blohme (r.) die Funktionsweise von Lithium-Ionen-Batterien erklären
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Kamenz.  Dreimal hat sich der Batteriehersteller Accumotive in Kamenz bereits erweitert. Mit der Grundsteinlegung für ein weiteres Werk am Montag erfolgt in den kommenden Monaten die bislang umfangreichste am Standort. Für rund eine halbe Milliarde Euro vergrößert die Daimler AG die Produktions- und Logistikfläche ihres Tochterunternehmens um das Vierfache auf rund 80 000 Quadratmeter. „Die Batteriefabrik in Kamenz ist ein wichtiger Bestandteil in der Umsetzung unserer Elektrooffensive“, so Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG. Bis 2022 möchte der Automobilkonzern mehr als zehn reine Elektroautos in Serie bringen. Lithium-Ionen-Batterien für diese Flotte kommen aus Kamenz.

Die Partnerschaft mit der Lessingstadt sei auf Nachhaltigkeit angelegt, hob Daimler-Chef Zetsche hervor. 2010 wurde die erste Halle der vom Automobilkonzern im Jahr zuvor gegründeten Accumotive GmbH fertiggestellt. In den Jahren 2012 und 2014 kamen zwei weitere Produktionshallen hinzu. Sie bilden das Werk I im Gewerbegebiet im Kamenzer Ortsteil Bernbruch. 350 Mitarbeiter zählt das Unternehmen dort. Weitere 150 sind in Nabern bei Stuttgart beschäftigt. „In Baden-Württemberg befindet sich die Entwicklung, in Sachsen die Produktion“, fasste Markus Nickel, Verantwortlicher für Produktionsplanung, die Funktionen der beiden Standorte kurz zusammen.

Und die Produktion möchte Daimler mit seiner Investition in das Werk II ausbauen. Bislang sind aus Kamenz mehr als 80 000 Lithium-Ionen-Batterien geliefert worden. Wie viele es künftig werden sollen, möchte das Unternehmen nicht verraten. „Es geht auf jeden Fall steil nach oben“, ließ sich Nickel entlocken.

Derzeit stellt Accumotive beispielsweise Batterien für die Elektroversionen der neuen Smart-Generation her. Auch die Elektroausgaben von Vito, Sprinter und Fuso eCanter werden mit Antriebsbatterien aus Kamenz ausgerüstet. Zudem soll im Jahr 2019 in Bremen das erste vollelektrische Fahrzeug Mercedes-Benz „Concept EQ“ vom Band rollen. Für solche Autos wird die zweite Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien in der Lessing-stadt gebaut. Deshalb soll das neue Werk bereits Mitte 2018 in Betrieb gehen. Die Mitarbeiterzahl bei Accumotive werde sich bis Ende des Jahrzehnts mehr als verdoppeln. Wir werden das Angebot an Ausbildungsplätzen deutlich erhöhen“, kündigte Zetsche an.

Die Grundsteinlegung lockte hohen politischen Besuch nach Kamenz. Neben Ministerpräsident Stanislaw Tillich reiste Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) an. „Eine leistungsfähige Batterie ist von entscheidender Bedeutung für die weitere Entwicklung der E-Mobilität und für den Durchbruch dieser Technologie. Mich hat das schon interessiert, was das für eine Investition der Daimler AG am Standort Kamenz ist, und es zeigt sich, es ist eine bedeutende Investition in die Zukunft elektrisch angetriebener Fahrzeuge“, sagte die Kanzlerin.

Sie erinnerte an das vor einigen Jahren ausgerufene Ziel, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf den Straßen Deutschlands rollen sollen. „Wir wissen, dass dieses Ziel sehr ambitioniert ist. Aber wir sehen auch, dass zumindest der Anspruch da ist, die Elektromobilität in breiter Palette auf die Straße zu bringen“, so Merkel. Kamenz sei ein Beispiel dafür.

In der Lessingstadt ging der Vorstand auf die Elektrooffensive des Konzerns näher ein. So will Daimler in den nächsten Jahren mehr als zehn Milliarden Euro in den Ausbau seiner Flotte an Elektrofahrzeugen investieren. Das Unternehmen geht davon aus, dass 2025 der Anteil der Elektromodelle am Gesamtabsatz von Mercedes-Benz zwischen 15 und 25 Prozent liegen wird. Die Batteriefabrik in Kamenz nimmt in dieser Strategie eine wichtige Rolle ein.

Von Silvio Kuhnert

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