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Meissner Druckerei für praxisnahe Darstellung der Berufsbilder geehrt

Vom Insolvenzbetrieb zum Topausbilder Meissner Druckerei für praxisnahe Darstellung der Berufsbilder geehrt

2010 sah es für die Offset-Druckerei nicht gut aus. Die Wirtschafts- und Finanzkrise erwischte das Unternehmen mit voller Wucht und es musste schließlich Insolvenz anmelden. Doch die Kunden blieben und nach sechs Monaten ging es wieder bergauf. Ihre Energie stecken die insgesamt 53 Mitarbeiter nicht nur in die Aufträge, sondern auch in die Nachwuchsförderung.

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Andrea Borrmann und Eric Jakubowski von der Druckerei Thieme freuen sich über die Auszeichnung.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Meissen. 2010 sah es für die Offset-Druckerei nicht gut aus. Die Wirtschafts- und Finanzkrise erwischte das Unternehmen mit voller Wucht und es musste schließlich Insolvenz anmelden. Doch die Kunden blieben und nach sechs Monaten ging es wieder bergauf. „Wir freuen uns derzeit über eine sehr stabile Auftragslage“, erklärt Mitarbeiterin Andrea Borrmann. Ihre Energie stecken die insgesamt 53 Mitarbeiter nicht nur in die Aufträge, sondern auch in die Nachwuchsförderung. Deshalb nahm der Betrieb auch zum zweiten Mal an der diesjährigen „Schau rein! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen“ teil und gewährten den Schülern ab der 7. Klasse Einblicke in den Berufsalltag eines Mediengestalters Digital und Print sowie eines Medientechnologen, entweder im Bereich Druck oder Verarbeitung. Ausbilder Eric Jakubowski war von der Neugier der Schüler positiv überrascht. „Die Fragen waren zum Teil schon sehr spezifisch“, erinnert er sich. Petra Berkmann vom Landratsamt Meißen bekam von den Schülern eine positive Rückmeldung zum Unternehmen. Ein Grund mehr, das Engagement zu würdigen. So überreichten Torsten Zichner, Projektleiter der „Schau rein!“-Woche, Hans-Richard Würkner, amtierender Dezernent für Arbeit und Bildung im Landratsamt sowie Petra Schlüter, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Riesa, die Urkunde für besonderes Engagement bei der Berufsorientierung.

Insgesamt wurden zwölf Unternehmen ausgezeichnet, darunter auch die Dr.-Eberle-Schule in Nossen sowie die Oberschule Weinböhla. Der Nossener Schulleiter Michael Janik erklärt, dass an seiner Schule niemand ohne Perspektive entlassen wird. Die Quote liegt bei 100 Prozent. Dennoch appelliert er daran, dass die Schulen die optimale Vorbereitung für die Ausbildung allein leisten können. Auch Betriebe müssen weiter daran arbeiten und sollten nicht zu hohe Erwartungen an die Schüler stellen.

In der Druckerei Thieme gibt es pro Beruf einen Azubi, nach drei Jahren wird der nächste eingestellt. „Die Chance, übernommen zu werden, ist sehr gut“, so Borrmann. Gedruckt wird ausschließlich im Offset-Verfahren. Sämtliche Printmedien der Semperoper und auch des Unternehmens Glashütte Uhren werden in der Meißner Druckerei hergestellt.

Die Woche der Berufsorientierung hilft den Schülern auch, Berufe ausschließen zu können, weiß Praxisberaterin Annabell Seidlitz. „Oft stellen sich die Schüler etwas ganz anderes vor und sind überrascht, wenn sie in den Berufsalltag reinschnuppern. Dann wissen sie immerhin, was sie nicht lernen wollen“, erklärt sie. Das findet auch Petra Schlüter wichtig, immerhin sei das Problem des Ausbildungsabbruchs auch in Sachsen ein Problem, welches mit solchen Aktionen eingedämmt werden soll. Die nächste „Schau rein!“-Woche findet vom 12. bis 17. März 2018 statt.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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