Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Landwirtschaftsamt hält Interessenkonflikt bei Bewerberin für ausgeschlossen

Wahl der Sächsischen Weinkönigin Landwirtschaftsamt hält Interessenkonflikt bei Bewerberin für ausgeschlossen

Am 4. November findet die Wahl der Sächsischen Weinkönigin statt. Eine der drei Bewerberinnen ist Katrin Hecht – eine studierte Agrarwissenschaftlerin. Das sorgt im Vorfeld für Diskussionen. Denn Hecht arbeitet beim Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Maria Czerch, Maria Lehmann und Katrin Hecht (v.l.) wollen 30. Sächsische Weinkönigin werden. Da es noch zwei Prinzessinnen gibt, erhalten alle eine Krone.

Quelle: Lars Müller

Meißen/Radebeul. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) schließt einen Interessenkonflikt der Mitarbeiterin Katrin Hecht mit ihrem künftigen Ehrenamt als eine der drei sogenannten sächsischen Weinhoheiten aus, heißt es auf Anfrage gegenüber DNN.

Die studierte Agrarwissenschaftlerin Hecht arbeitet in der Kontrollbehörde in Großenhain. Das Amt ist auch für Überwachung der Weinbauern beim Pflanzenschutz zuständig, schult und berät. Der Weinbauverband Sachsen hatte in einer Pressemitteilung erklärt, die Kandidatin Hecht sei unter anderem für Sachkundenachweise verantwortlich. Das sorgt im Vorfeld der Weinkönigin-Wahl für Diskussionen.

Das LfULG stellt nun hierzu klar, dass Hecht lediglich einen Lehrgang für Sachkunde pro Jahr abhalte und dieser nur für Landwirte sei. Der Weinbau gehöre in keinster Weise zu den Aufgabengebieten der jungen Hochschulabsolventin aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch habe sie keinen Einblick in Unterlagen aus dem sächsischen Weinbau. Man habe deshalb nach eingehender Prüfung die Zustimmung zum Ehrenamt gegeben, da es sich um privates Engagement der Mitarbeiterin handele.

Die Sprecherin der Landesbehörde ließ allerdings auf Nachfrage offen, ob die Amtsleitung und die Vorgesetzten die Entscheidung der Mitarbeiterin, ausgerechnet für das Amt der Weinkönigin zu kandidieren, für eine gute Idee halten. Denn im Zusammenhang mit dem nicht aufgeklärten Weinskandal hat das LfULG viele Missstände und Verstöße in aufwendiger Kleinarbeit aufklären können und ist auch weiterhin in der Sache aktiv.

Hecht müsse alle Ausfallzeiten, die im Zusammenhang mit Auftritten als Weinhoheit enstehen, nacharbeiten, hieß es. Am 4. November erhält die junge Frau definitiv eine Weinkrone – entweder als Weinkönigin oder Weinprinzessin. Es gibt nur drei Bewerberinnen für die drei Krönchen.

Von Lars Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr