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Kein Unfallschutz für Lehrerin bei Volleyball-Turnier des Schulvereins

Sozialgericht Dresden Kein Unfallschutz für Lehrerin bei Volleyball-Turnier des Schulvereins

Lehrer haben bei einer Sportveranstaltung des Schulfördervereins nicht automatisch gesetzlichen Unfallschutz. Das entschied jetzt das Sozialgericht Dresden im Fall einer Lehrerin aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

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Quelle: Volkmar Heinz

Dresden. Lehrer haben bei einer Sportveranstaltung des Schulfördervereins nicht automatisch gesetzlichen Unfallschutz. Das entschied jetzt das Sozialgericht Dresden im Fall einer Lehrerin aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Richter wiesen damit die Klage der Frau ab, sie kann beim Landessozialgericht noch in Berufung gehen.

Die damals 49 Jahre alte Klägerin hatte an einem Sonnabend 2014 an einem vom Förderverein des Gymnasiums organisierten Volleyballturnier teilgenommen. Dabei stürzte sie auf das rechte Knie und war daraufhin zweieinhalb Monate lang krankgeschrieben. Die Unfallkasse Sachsen lehnte jedoch den Versicherungsschutz ab.

Mit ihrer Klage dagegen scheiterte die Frau jetzt am Sozialgericht. Das Volleyballturnier sei weder eine betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung noch eine schulische Veranstaltung gewesen. Der Förderverein hatte das Turnier organisiert, um die Verbundenheit mit der Schule zu fördern. Eingeladen waren insbesondere ehemalige Schülerinnen und Schüler und deren Familien. Die Schulleitung hatte die Veranstaltung zwar gebilligt. Eingeladen zu ihr hatte allerdings der Förderverein, der auch die Kosten übernahm. Die Zahl der teilnehmenden Beschäftigten war relativ gering. Von den neun Volleyballmannschaften stammte nur eine Mannschaft, die „Lehrermannschaft“, aus dem Kreis der Beschäftigten. Die meisten der über 100 Lehrer des Gymnasiums hatten an dem Turnier nicht teilgenommen, dafür aber mehrere Mannschaften ehemaliger Schüler. Maßgebliches Ziel der Veranstaltung sei die Pflege der Traditionen des Gymnasiums und dabei die Förderung der Verbundenheit ehemaliger Schüler und deren Familien zum Gymnasium gewesen. Dies entspreche auch dem satzungsmäßigen Ziel des Fördervereins.

Vor Gericht half der Frau auch nicht, die Veranstaltung als Betriebssport zu betrachten, der unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht, wenn der Sport einen Ausgleichs- und nicht Wettkampfcharakter hat. Betriebssport muss regelmäßig stattfinden und die Teilnehmer müssen hauptsächlich aus dem Unternehmens kommen. Übungszeit und Übungsdauer müssten „in einem dem Ausgleichszweck entsprechenden Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit“ stehen. Die Übungen müssten zudem innerhalb einer unternehmensbezogenen Organisation stattfinden. „Dies alles traf auf das Turnier mit Wettkampfcharakter des Fördervereins nicht zu“, stellte das Sozialgericht fest.

Aktenzeichen: S 39 U 89/15

Von Ingolf Pleil

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