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Kalter Frühling bremst den Spargel

Preise schwanken Kalter Frühling bremst den Spargel

Man kann derzeit wirklich nicht behaupten, der Spargel schieße. Eher zögerlich arbeiten sich die Stangen des Edelgemüses durch die Dämme auf den Feldern des Obstbau-Betriebs Ibisch in Blattersleben bei Meißen. Schuld sind die kühlen Temperaturen, sagt Landwirt Martin Ibisch. Rund 3,2 Hektar Spargel stehen im Ertrag.

Birgit Ibisch und Sohn Martin wünschen sich wärmere Temperaturen, damit sie mehr Spargel anbieten können.
 

Quelle: Lars Müller

Blattersleben. Man kann derzeit wirklich nicht behaupten, der Spargel schieße. Eher zögerlich arbeiten sich die Stangen des Edelgemüses durch die Dämme auf den Feldern des Obstbau-Betriebs Ibisch in Blattersleben bei Meißen. Schuld sind die kühlen Temperaturen, sagt Landwirt Martin Ibisch. Rund 3,2 Hektar Spargel stehen im Ertrag. An manchen Tagen ernten die Helfer nur 300 Kilogramm, sagt er. An guten und warmen Tagen könne es jedoch locker eine gute Tonne sein.

So einen Tag hatte Ibisch seit Erntebeginn am 11. April aber in diesem Jahr noch nicht. Mindestens 12 Grad Celsius sollte der Boden warm sein, damit der Spargel so richtig in Schwung kommt. Das ist teilweise nicht einmal mit der auf die schwarze Seite gedrehten Folie zu erreichen, wenn die Sonne fehlt. Ohne Folie funktioniere Spargelanbau gar nicht, so der Obstbauer am Rande der Großenhainer Pflege. Die Folien könnten mehrere Jahre verwendet werden. Rund sieben Jahre bringe eine Spargelkultur wirtschaftliche Erträge, erklärt Ibisch. Zuvor benötigen die Jungpflanzen zwei Jahre, um genug Kraft zu tanken.

Eine geringe Ernte sollte den Erzeugern eigentlich gute Preise bescheren, so die Theorie. In diesem Jahr schwankten die Preise im Großhandel aber sehr, beklagt der Landwirt. Es werde viel Spargel aus anderen Regionen angeboten.

Aktuell verkauft Ibisch das Edelgemüse im Hof für drei Euro für einfache Suppen-Qualitäten und Spargelbruch. Bis zu neun Euro pro Kilo verlangt er für beste Ware. „Wir können für alle Wünsche und Geldbeutel täglich frisch den passenden Spargel anbieten.“

14 Erntehelfer aus Osteuropa sind ab etwa 5 Uhr morgens im Einsatz, um die Stangen frisch zu stechen. Von Meißen über Riesa und Großenhain bis an die Stadtgrenze von Dresden bietet der Familienbetrieb das edle Gemüse an. Wer nicht schälen mag, für den hat Ibisch grünen Spargel. „Der wächst ohne Damm“, erklärt der Fachmann. Es seien aber trotzdem ganz speziell gezüchtete Sorten.

Um die Bedürfnisse der Gastronomie zu befriedigen, hat sich der Landwirt in diesem Jahre eine Schälmaschine angeschafft. Rund 20 Restaurants in der Region beliefert Ibisch. Aber immer mehr Wirte wünschten sich küchenfertiges Gemüse, weil Arbeitskräfte knapp sind.

Wer auf frischen sächsischen Spargel bis in den Hochsommer hinein hofft, weil die Saison so langsam startet, den enttäuscht Ibisch. „Am 24. Juni ist traditionell Schluss mit der Saison.“ Danach dürften die Spargelpflanzen austreiben und Kraft fürs nächste Jahr sammeln.

www.obsthof-ibisch.de

Von Lars Müller

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