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Indianer, Cowboys, Tänzer und Sonne satt

Karl-May-Festspiele in Radebeul Indianer, Cowboys, Tänzer und Sonne satt

Staubwolken vermischen sich mit dem Rauch des Santa-Fe-Express, welcher gerade wieder Opfer eines Überfalls gewesen wäre. Stünde da nicht das Ortsausgangsschild von Radebeul, könnte man denken, man ist tatsächlich im Wilden Westen gelandet.

Quelle: dpa

Radebeul. Schattenplätze waren am Sonntag im Lößnitzgrund begehrt und rar zugleich. An schönem Wetter mangelte es den 26. Karl-May-Festspielen keinesfalls und die Besucher strömten in Scharen in den Grund. Der beliebte Platz am „Hohen Stein“ musste in diesem Jahr leer bleiben, Grund waren brütende Wanderfalken. Dennoch fand die Stadt gelungene Ausweichmöglichkeiten und schuf beispielsweise eine schattige Spielstätte namens „Kleine Feder“. Hier hatten die Oneida-Indianer das Sagen. Besonders gut kam der sogenannte „Hühnchen-Tanz an“, die Indianer erklärten, dass bei den richtigen Wettkämpfen entscheidend sei, wie realistisch das Huhn von den Tänzern dargestellt werde. Für ausgelassene Stimmung sorgten sie mit dem Tanz allemal.

Bereits am ersten Tag der Karl-May-Festspiele erkunden zahlreiche Besucher die Spielorte. Unsere Kollegin hat sich mitten in die Menge begeben.

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Dennoch resümierte die Stadt am Sonntagabend, dass das Wegfallen des „Hohen Steins“ durchaus ein Verlust für das Fest war. Vor allem die Kinder hatten immer gern auf dem Sandberg herumgetobt. Doch auch hier gab es eine Lösung und der Abenteuerspielplatz „Kleiner Stein“ lud zum Toben ein. Schräg gegenüber gaben die Landesbühnen Sachsen einen kleinen Vorgeschmack auf das aktuelle Stück „Winnetou 1“ auf der Felsenbühne Rathen. Schon früh sicherten sich die Ersten die Plätze ganz vorn am Zaun und warteten geduldig in der brütenden Hitze auf den Beginn der Vorstellung. Intendant Manuel Schöbel lobte die Ausdauer der Besucher, ließ es sich dennoch nicht nehmen, im Vorfeld ausführlich über das Stück zu erzählen, bevor es dann endlich losgehen konnte.

Am Sonntagvormittag wurde es an der Meißner Straße richtig voll. Keine Autos, viele Menschen und vor allem Pferde. Nachdem die Linedancers und Oneida-Indianer ihr Können unter Beweis gestellt und verschiedene Vereine ihre edlen Kostüme präsentiert hatten, kamen die Sternreiter zu ihrem großen Auftritt. Mit 132 Kilometern legten Conny Plate, Uwe Plate und Karl Heinz Riedel die weiteste Strecke zu Pferde von Spatta nach Radebeul zurück und bekamen dafür von Old Shatterhand, alias Jürgen Haase, eine indianische Friedenspfeife überreicht. Sechs Tage dauerte der Ritt.

Schirmherr Andreas Kieling schüttelte bereits am Rande der Parade die eine oder andere Hand begeisterter Fans und nahm sich dann bei der Autogrammstunde noch einmal viel Zeit. Es wurden Fotos geschossen, Programmhefte unterschrieben und die Fans des bekannten Tierfilmers verließen mit einem breiten Grinsen die Westernstadt „Little Tombstone“. Der Radebeuler Kulturamtsleiter Alexander Lange zeigte sich zufrieden mit den Festtagen. „Am gesamten Wochenende herrschte eine tolle Stimmung. Besonders die teilnehmenden Vereine und Hobbyisten haben wieder einmal zu einer einzigartigen Atmosphäre beigetragen“, resümiert er.

Lisa-Marie Leuteritz

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Die Zelte stehen, die Sättel werden noch einmal ordentlich gesäubert und die Oneida-Indianer tanzen sich warm. Kurz vor der Eröffnung der 26. Karl-May-Festspiele im Lößnitzgrund bauten vereinzelte Händler noch ihre Stände auf, Musiker und Tänzer stimmten sich bereits rhythmisch auf das Wochenende ein.

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