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In Pirnas alten Bahnhof darf Einzelhandel einziehen

Grünes Licht für Sanierungsvorhaben In Pirnas alten Bahnhof darf Einzelhandel einziehen

Der Stadtentwicklungsausschuss in Pirna hat sein Okay zur Sanierung des alten Bahnhofs gegeben, Damit nach der Instandsetzung ein Geschäft einziehen kann, weicht der Stadtrat von seinem eigenen Einzelhandels- und Zentrenkonzept ab.

Der alte Bahnhof am Rande der Altstadt Pirnas steht seit vielen Jahren leer.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Der alte Bahnhof in Pirna kann aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden. Investor Michael Hänel plant, in dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1848 Einzelhandel, Dienstleistungen und Büros unterzubringen. Der Stadtentwicklungsausschuss gab auf seiner jüngsten Sitzung mit der Erteilung des gemeindlichen Einverständnisses grünes Licht zu dem Vorhaben. Mit einer Ausnahmegenehmigung erlaubte er zu dem das künftige Nutzungskonzept.

In den sanierten Bahnhof an der Grohmannstraße möchte Annett Rehn mit ihrer Firma „Intaria Einrichtungen & Interior“ einziehen und auf rund 400 Quadratmetern im Erdgeschoss gemeinsam mit vier anderen Unternehmen eine Art Konzeptstore eröffnen. „Es soll eine Möbeleinrichtung, gepaart mit schönen Accessoires, Bekleidung, Schuhen, Technik (Home Entertainment) und einer Kaffeebar integriert werden“, berichtet Rehn in einem Schreiben an die Ausschussmitglieder. Ihr Projekt orientiert sich an dem Konzept Pier 14, das im Norden der Republik erfolgreich funktioniere. Derzeit besitzt sie ein kleines Büro in der Schmiedestraße. Dort ist allerdings die Ausstellungsfläche sehr begrenzt. Der alte Bahnhof bietet sich dagegen für ein Vergrößerung an. „Die Kunden können im Areal parken, einkaufen und sich entspannt beraten lassen“, meint Rehn.

Von der Altstadt wird das künftige Geschäft nur durch die Grohmannstraße getrennt. Allerdings stellte dieser Straßenzug bis zur jüngsten Ausschusssitzung ein Problem dar. Denn zur Steuerung und Förderung des Einzelhandels hatte der Stadtrat vor Jahren ein Konzept beschlossen und in einen Bebauungsplan gegossen. Sortimente wie beispielsweise Bekleidung aller Art, Spielwaren, Uhren und Schmuck, Zeitungen und Zeitschriften sowie Elektroartikel und Lebensmittel, die als zentrenrelevant auf der sogenannten „Pirnaer Liste“ aufgeführt sind, sollen sich mit dem Ziel der Belebung der Innenstadt nur noch im „Zentralen Versorgungsbereich Kernstadt“ ansiedeln dürfen. Dazu zählen die Fußgängerzone in der Altstadt sowie die Gartenstraße und Breite Straße. Die Grohmannstraße bildet die Grenze dieses Bezirks und das Areal des alten Bahnhof liegt außerhalb.

Mit der Genehmigung der Nutzungsidee von Annett Rehn weichen die Ausschussmitglieder von ihrem Einzelhandels- und Zentrenkonzept nun ab. Sie folgten der Argumentation der Verwaltung. „Der Versorgungsbereich Kernstadt erhält an seinem nordwestlichen Rand einen attraktiven Einzelhandelsstandort, was zur Aufwertung der direkt angrenzenden Bereiche Klosterhof und untere Dohnaische Straße führt“, meint das Bauordnungsamt. Aufgrund der Verkaufsfläche von maximal 400 Quadratmetern befürchtet die Stadtverwaltung auch keine negativen Auswirkungen für die Geschäfte der Innenstadt, dass ihnen etwa Kunden und Kaufkraft verloren gehen. Als damals der B-Plan zur Steuerung des Einzelhandels aufgestellt wurde, war laut Bauverwaltung die jetzige Entwicklung hin zu einem Geschäftshaus nicht absehbar. Alle bisherigen Nutzungsoptionen gingen im Kern in Richtung Erlebnisgastronomie. So gab es einmal die Idee, in dem Gebäude eine Schaubrennerei zu eröffnen.

Die Sanierung des alten Bahnhofs kostet rund 1,6 Millionen Euro. Von der Stadt gibt es einen Zuschuss von 858000 Euro. Der Umbau soll in diesem Jahr starten.

Von Silvio Kuhnert

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