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In Copitz entsteht der schnellste Kita-Bau Pirnas

Richtfest für neues „Schlaufüchse“-Domizil In Copitz entsteht der schnellste Kita-Bau Pirnas

Die Hülle für das neue Hortgebäude in Pirna-Copitz steht. Am Freitag konnten die „Schlaufüchse“ Richtfest feiern. Doch bis zur geplanten Fertigstellung Mitte Oktober gibt es noch viel zu tun.

Mitte Oktober sollen die Kinder in ihren neuen Hort einziehen. Bauleiter Denny Richter (l.) und Projektleiter Erhard Nolte wachen über die Einhaltung des engen Zeitplans.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Vor rund einem Jahr protestierten Schüler mit ihren Vätern und Müttern sowie die Elterninitiative Hort „Die Schlaufüchse“ vor dem Pirnaer Rathaus lautstark gegen die Platznot an der Diesterweg-Grundschule. Am heutigen Freitag konnten sie bereits Richtfest für ein neues Hortgebäude feiern. „Es ist der schnellste Kita-Bau in Pirna“, sagt Projektleiter Erhard Nolte. Mitte Oktober dieses Jahres sollen die Schlaufüchse einziehen können.

Weil die Schülerzahlen an der Copitzer Grundschule durch Zuzug nach Pirna und durch das Angebot von DAZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) wachsen, wurden mehr Räume für den Unterricht benötigt. Die waren jedoch schon durch den Hort „Die Schlaufüchse“ belegt, der von einer Elterninitiative betrieben wird. Das Experiment einer Doppelnutzung von Zimmern stieß bei Schülern und Eltern sowie den Hortbetreuern auf keine große Gegenliebe. Mehrmals protestierten sie dagegen im Stadtrat. Als sich anhand der Schulanmeldungen sowie der aktuellen Kinderzahlen sich Ende vergangenen Jahres abzeichnete, dass die Diesterweg-Grundschule nicht länger dreizügig, sondern künftig vierzügig wird, einigten sich Stadtverwaltung, Hort, Schule und Elternvertreter darauf, dass die Schlaufüchse ein neues Domizil bekommen. Ende Januar dieses Jahres gab der Stadtrat auf einer Sondersitzung mit einem Grundsatzbeschluss den Weg für das Bauvorhaben frei.

Allerdings gab es ein Problem. Der Doppelhaushalt 2017/18 war schon längst verabschiedet, ohne die Baukosten von rund drei Millionen Euro für das neue Hortgebäude zu beinhalten. Um den städtischen Finanzplan nicht komplett neu stricken zu müssen, was wegen gesetzlich vorgegebener Fristen mehrere Wochen an Zeitverlust bedeutet hätte, holte die Kommune ihr Tochterunternehmen Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP) ins Boot. Diese baut die Kita, die sie dann an die Stadt vermietet.

Im ursprünglichen Stadtratsbeschluss war von Modulbauweise die Rede. Damit ist in den meisten Fällen ein Containerbau gemeint. Jedoch das Haus, was derzeit auf dem Standort der ehemaligen Haußner-Schule an der Schillerstraße entsteht, ist ein massiver Plattenbau. „Auf unsere Ausschreibung haben sich fünf Unternehmen beworben“, berichtet Nolte, der das Projekt bei der SEP leitet. Den Zuschlag hat die Baufirma Goldbeck Ost GmbH, Standort Dresden, erhalten. „Sie konnte als einziger Bieter entsprechend unseres Zeitplanes liefern“, führt Nolte weiter aus. Die Terminkette bis Mitte Oktober ist eng gestrickt.

Im April begannen die Arbeiten. Nach Bodenaushub wurden die Fundamente gesetzt und die Bodenplatte gegossen. Am 22. Mai kamen die ersten Fertigteile aus Stahlbeton. Bis zum gestrigen Donnerstag haben die Bauarbeiter rund 300 Einzelteile zu einem zweigeschossigen Gebäude zusammengesetzt. „Die Wandelemente wurden im Betonwerk Spittwitz im Landkreis Bautzen gegossen, die Deckenplatten kommen aus der Nähe von Prag“, informiert Bauleiter Denny Richter von der Goldbeck Ost GmbH. Auf die gleiche Weise hat er bereits Schulgebäude errichtet wie die 144. Grundschule in Dresden-Mickten. Ein Hort für 186 Kinder ist für ihn noch Neuland.

„Mit dem Richtfest ist die äußere Hülle geschlossen“, sagt Nolte. Die Umrisse der Zimmer sind bereits gut erkennbar. So erhält das Haus einen großen Mehrzweckraum, zwei große Horträume, eine Ausgabenküche für das tägliche Mittagessen sowie eine Kinderküche, in der die künftigen Bewohner auch einmal selbst kochen können, im Erdgeschoss. Im Obergeschoss entstehen sechs weitere Horträume. Beide Etagen sind über einen Aufzug und ein Treppenhaus miteinander verbunden. „Es steht noch ein ziemlicher Kraftakt vor uns“, meint Nolte, wenn er an den Innenausbau denkt.

Waren bislang im Schnitt zehn Arbeiter auf der Baustelle, werden es über die Sommermonate an manchen Tagen an die 30 sein, die Fenster und Türen einbauen, die Fassade außen dämmen, Strom- und Wasserleitungen verlegen, Wände putzen und streichen. „Zu über 80 Prozent sind sächsische Firmen eingebunden“, informiert Bauleiter Richter.

Während die SEP den Hortbau für rund 2,5 Millionen Euro sowie die Erschließung des Grundstücks mit Strom-, Wasser- und Abwasserleitungen für weitere rund 150000 Euro meistert, übernimmt die Stadt für 270000 Euro die Gestaltung der Außenanlage mit einem Spielplatz. Die Bauarbeiten dafür sollen spätestens Ende Juli beginnen.

BU für Zweitbild: Aus rund 300 Stahlbetonteilen wurde das neue Hortgebäude zusammengesetzt. Die letzten Deckenplatten brachten Bauarbeiter am Donnerstag aufs Dach.

Von Silvio Kuhnert

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