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Hochwasserschutz – weniger mobil, mehr grün

Radebeul Hochwasserschutz – weniger mobil, mehr grün

Nach dem verheerenden Hochwasser 2002 begannen die Gespräche über Schutzmaßnahmen recht schnell. Nun schreiben wir das Jahr 2017 und in Altkötzschenbroda ist noch immer keine Schutzwand in Sicht. Gegenüber auf der anderen Elbseite laufen die letzten Arbeiten, dann ist dort alles fertig.

2002 versank der Dorfanger in Altkötzschenbroda in den Fluten. Eine Hochwasserschutzwand gibt es auch 15 Jahre danach noch nicht.
 

Quelle: DNN

Radebeul.  Nach dem verheerenden Hochwasser 2002 begannen die Gespräche über Schutzmaßnahmen recht schnell. Nun schreiben wir das Jahr 2017 und in Altkötzschenbroda ist noch immer keine Schutzwand in Sicht. Gegenüber auf der anderen Elbseite laufen die letzten Arbeiten, dann ist dort alles fertig. „Wenn wir nicht schnell nachziehen, wird das im Ernstfall große Probleme für uns geben“, sorgt sich Oberbürgermeister Bert Wendsche. Seit 2005 werde diskutiert und schließlich habe es 2011 nur noch einen Punkt, die Linienführung entlang der Grundstücke, welcher nicht akzeptiert wurde, erinnert sich der Oberbürgermeister. Die Einwände genügten und die Landestalsperrenverwaltung musste eine erneute Untersuchung anordnen. „Dadurch verloren wir sechs Jahre“, so Wendsche. Bisher seien die Einwände und Stellungnahmen privater Eigentümer sehr sachlich eingegangen und es gebe nur eine Minderheit, welche die neuen Pläne komplett ablehnt. Bert Wendsche ist zuversichtlich, eine baldige Lösung zu finden. Vor allem ein baldiger Planfeststellungsbeschluss sei dringend notwendig.

Dennoch gibt es auch bei den neuen Plänen erneut Einwände seitens der Stadt. Eine Stellungnahme dazu wird es, wie bereits 2011, im heutigen Stadtrat geben. Private Einwände gehören allerdings nicht dazu, hierbei geht es lediglich um die Belange der Stadt als öffentlicher Träger. Zunächst plädiert die Stadtverwaltung deutlich für so wenig mobile Elemente wie möglich. „Diese müssten wir selbst einlagern und einmal jährlich aufbauen, das übersteigt unsere Kapazitäten“, so Wendsche. Auch wird die Sichtbarkeit der Hochwasserschutzanlage als zu massiv empfunden. Die sichtbaren Elemente sollen auf ein Minimum beschränkt werden. Die Lösung wäre eine Erhöhung der Böschung, welche naturnah gestaltet und entsprechend begrünt wird. Das Ziel, welches die Stadt mit der Forderung verfolgt, ist, dass die Wand wasserseitig nur maximal zwei Meter hoch zu sehen ist. Nahe den Grundstücken sollen die Böschungen individuell angepasst werden, so dass die sichtbare Höhe der Schutzwand nur 1,40 Meter beträgt.

An der Pfarrgasse ist nach Auffassung der Stadtverwaltung keine mobile Hochwasserschutzanlage notwendig. „Aufgrund der steilen Wegführung sehen wir hier keinen Schutzbedarf. Außerdem wäre das ein zu großer Eingriff in die denkmalgeschützten Natursteinmauern“, so Wendsche.

Aufgrund der langen Zeit der Debatte gibt es inzwischen auch den ein oder anderen technischen Fortschritt, welchen sich Radebeul zunutze machen möchte. So ist es mittlerweile möglich, Glaselemente zu nutzen. Dies sollen unter anderem im Bereich des ankommenden Elbradweges unterhalb des Goldenen Ankers genutzt werden. Die Stellungnahme wird im öffentlichen Teil des Stadtrates ab 17 Uhr im Tagungsraum des Hotels „Goldener Anker“ präsentiert.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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