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Historischer Lößnerhof in Helbigsdorf öffnet Tor für Neugierige und Bauherren

So schön ist es auf dem Land Historischer Lößnerhof in Helbigsdorf öffnet Tor für Neugierige und Bauherren

Bewohner des historischen Lößnerhofes in Helbigsdorf laden am Sonntag zum „Tag des offenen Hofes“ ein. Besuchern wird gezeigt, wie der vor zehn Jahren noch ruinöse Hof eine neue Zukunft bekam. Außerdem können sich (künftige) Bauherren für das eigene Haus Rat holen, denn im Hof gibt es eine Beratungsstelle für ländliches Bauen.

Panorama vom Lößnerhof.

Quelle: Catrin Steinbach

Wilsdruff. Drei Familien aus Dresden haben sich gemeinsam den Traum vom Wohnen auf dem Land erfüllt. „Wir wollten ein eigenes Haus, aber nicht in einer städtischen Wohnsiedlung. Dresdennah sollte es sein, aber trotzdem dörflich – mit Garten und Tieren“, sagt Kay Arnswald. Heute wohnen er, seine Frau und seine drei Kinder sowie zwei befreundete Familien mit Schafen, Hühnern, Katzen und einem Hund auf einem 3,5 Hektar großen Grundstück in einem idyllischen historischen Vierseithof in Helbigsdorf, einem Ortsteil von Wilsdruff.

Stück für Stück haben sie das verfallene unter Denkmalschutz stehende Gehöft, das sie vor zehn Jahren zusammen kauften, saniert, restauriert, auf- und umgebaut und für ihre Bedürfnisse nutzbar gemacht. Und das mit viel Eigenleistung, um Geld zu sparen.

Einfach war das mit Sicherheit nicht. Auch wenn zwei der Männer professionelle Handwerker – Tischler und Zimmerer – sind. Beim Kauf des Grundstücks waren alle drei Wohnhäuser unbewohnbar, es gab kein Trinkwasser, keine Abwasserleitung und auch die Stromleitung war inakzeptabel.

Nach etwa einem Jahr bezogen die drei Familien Haupt- und Auszughaus sowie das ehemalige Stallgebäude. „Bei Familie Kaiser-Wildner waren noch nicht mal Fenster drin. Wir haben uns notdürftig zwei Zimmer hergerichtet und im ehemaligen Rinderstall eine Duschkabine aufgestellt“, erzählt Kay Arnswald, der Zimmerer.

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Den Lößnerhof in Helbigsdorf bei Wilsdruff haben in den vergangenen zehn Jahren drei Familien Stück für Stück denkmalgerecht saniert. Am 17. September laden sie zum „Tag des offenen Hofes“ ein. Zugleich präsentiert sich die Bauberatungsstelle des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, die im Lößnerhof ihren Sitz hat.

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Lange Zeit lebten alle im Grunde auf einer Baustelle. Selbst heute ist noch nicht alles fertig. Bei Kay Arnswald zum Beispiel ist es der Hausflur, der noch der Renovierung harrt. Aber es lebt sich gut auf dem Hof, hat man als Besucher den Eindruck. Denn das Areal bietet Raum, eigene Ideen umzusetzen – nicht nur bezüglich des Wohnens.

In der Scheune befinden sich die Holzwerkstatt von Tischler Matthias Schulte und ein Lager mit Kühlraum von Stephan Kaiser. Denn letzterer gründete 2011 den „Obsthof Beerenbunt“ und nutzt einen großen Teil des Lößnerhof-Grundstückes, um nach Bioland-Richtlinien Beerenobst anzubauen.

Kay Arnswald, der sich auf die Sanierung von Fachwerkhäusern spezialisiert hat, betreibt im Lößnerhof ein Sachverständigenbüro für Holzschutz. Zudem führt er hier als Mitglied des Landesvereins für Sächsischen Heimatschutz dessen Kontakt- und Beratungsstelle für Ländliches Bauen. In dieser können sich (künftige) Bauherren Rat für die Sanierung alter Häuser und zu Fördermöglichkeiten holen.

Am Sonntag, dem 17. September, öffnen die drei Familien nun zum „Tag des offenen Hofes“ den Lößnerhof für Neugierige. „Wir geben gern unsere Erfahrungen weiter und wollen anderen Mut machen, ein altes Haus zu sanieren. Viele haben Angst davor, weil sie glauben, dass das viele Unwegsamkeiten bietet, man deshalb nicht richtig planen kann und es viel kostspieliger ist als ein Neubau. Aber man kann zum Beispiel schon viel Geld sparen, wenn man vorhandene Materialien wiederverwendet“, so Kay Arnswald.

Tag des offenen Hofes

Adresse: Helbigsdorf, Talstrasse 2

Zeit: 17. September 2017, 14-17 Uhr

Programm: 15 Uhr Vortrag „Denkmalgerechte Sanierung des Hofes“; 15.30 Uhr Führung durch den Hof: historische und zeitgenössische Nutzung der Gebäude; 16 Uhr Führung durch die Obstbauplantage; außerdem: Leckeres aus dem Lehmbackofen; Karussell aus Holz, welches ganz ohne Strom funktioniert; Beratung zur Fachwerksanierung; Spiele für Kinder; Imbiss und Getränke; Pflanzentauschbörse; Förderberatung LEADER-Region „Silbernes Erzgebirge“; LEADER-Wettbewerb „LändlICH lieb ICH?!“

Von Catrin Steinbach

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