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Haltestellen verwechselt: Bus-Chauffeur lässt Fahrgäste im Regen stehen

Coswig Haltestellen verwechselt: Bus-Chauffeur lässt Fahrgäste im Regen stehen

Am Bahnhof in Coswig ging am nasskalten Dienstagmorgen einiges schief: Ein Bus der Linie 401 nach Meißen über Sörnewitz hat vier Frauen sprichwörtlich im Regen stehen lassen. Der Verkehrsgesellschaft Meißen ist das peinlich. Durch den Einsatz von Subunternehmen kommt es immer wieder zu unangenehmen Vorfällen.

 

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Die Haltestelle am Coswiger Bahnhof.
 

Quelle: Lars Müller

Coswig. Am Bahnhof in Coswig ging am nasskalten Dienstagmorgen einiges schief: Ein Bus der Linie 401 nach Meißen über Sörnewitz hat vier Frauen sprichwörtlich im Regen stehen lassen. Darunter war eine Studentin aus Dresden, die zu ihrem Job fahren wollte und ziemlich verdutzt war. „Eine Frau hat sogar noch gewunken, doch der Bus um 6.53 Uhr fuhr einfach durch. Es war auch ein anderer Bus als sonst“, sagt sie. Der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM), in deren Auftrag der Regionalbus unterwegs war, ist die Panne sichtlich unangenehm. Der kommunale Busbetrieb hat den Vorfall rekonstruiert und eine Verkettung unglücklicher Umstände ausgemacht.

Am Busbahnhof Coswig auf dem Bahnhofsvorplatz gibt es zwei Bushaltestellen. An einer hält die Linie 401 zum Aussteigen, auf der Seite der ehemaligen Post dann für Zusteiger. Das entwirrt den Busverkehr an dem ÖPNV-Knoten. VGM-Sachgebietsleiter Jörg Weinhardt erklärt, was am Dienstag passierte, so: „Ein Fahrer von einem unserer Vertragsunternehmer musste kurzfristig und vertretungsweise den Dienst seines Unternehmens mit der Fahrt der Linie 401 um 6.53 Uhr ab Busbahnhof Coswig übernehmen.“ Da er sonst auf anderen Linien fährt, sei ihm ein Fehler unterlaufen. „Er bediente bedauerlicherweise die eigentliche Abfahrtshaltestelle nicht. Durch den Zustieg eines Fahrgastes bereits an der Ausstiegshaltestelle war er der Annahme, an der richtigen Haltestelle zu stehen“, so Weinhardt weiter.

Unglücklicherweise habe er danach auch das Winken der Fahrgäste an der eigentlichen Abfahrtshaltestelle nicht bemerkt. Dienstagmorgen kurz vor 7 Uhr war es verregnet und noch dunkel. Der Sachgebietsleiter erklärte, man habe sofort veranlasst, den Fahrer bezüglich Linienkenntnisse nochmals zu schulen. Für die Fahrgäste gibt es eine Entschädigung: „Im Rahmen unserer VGM-Kundengarantie erhält jeder betroffene Fahrgast als Erstattungsleistung einen Gutschein über fünf Euro, der in den VGM-Kundenzentren eingelöst werden kann.“

Durch den Einsatz von Subunternehmen, die oft ihre Fahrer nicht nach Tarif bezahlen, kommt es immer wieder zu unangenehmen Vorfällen. Auch gestresste Busfahrer fallen auf. So beklagen etwa in jüngster Zeit Autofahrer in Radebeul rabiate Busfahrer auf der Linie 72, die im Auftrag der Dresdner Verkehrsbetriebe bedient wird. Auf dem viel zu schmalen Augustusweg und der von Umleitungsverkehr überlasteten Serkowitzer Straße blockierten missgelaunte Busfahrer wiederholt Autos, weil sie glauben, sie hätten auf engen Straßen automatisch Vorfahrt. Wenn der Autofahrer nicht nachgibt und den Rückwärtsgang einlegt, ist Geduld gefragt. Dabei sollte auch und gerade für Berufskraftfahrer mit Personenbeförderungsschein das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme im Straßenverkehr gelten.

Von Lars Müller

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