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Geschafft! Weißeritztalbahn fährt wieder bis Kipsdorf

Eröffnung Geschafft! Weißeritztalbahn fährt wieder bis Kipsdorf

Hartnäckiger anstrengender Arbeit hatte es bedurft, bis am vergangenen Sonnabend auf dem Bahnhof Kipsdorf das in den Sachsenfarben gehaltene Startband feierlich durchschnitten und der Eröffnungszug mit doppelter Dampflokbespannung, auf die Strecke gehen konnte.

Feierlich wurde das Startband durchschnitten. Mit dabei war auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (r.).

Quelle: Peter Weckbrodt

Freital. „Geschafft!“ und „Endlich!“ Das waren die beiden aus den Mündern der für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn Verantwortlichen zwischen Freital-Hainsberg und Kurort Kipsdorf meistgehörten beiden Worte, die letztlich auch alles auf den Punkt brachten. Hartnäckiger anstrengender Arbeit hatte es bedurft, bis am vergangenen Sonnabend auf dem Bahnhof Kipsdorf das in den Sachsenfarben gehaltene Startband feierlich durchschnitten und der mit Ehrengästen wohlgefüllte, aus elf Wagen gebildete Eröffnungszug mit doppelter Dampflokbespannung, auf die Strecke gehen konnte.

Es sei stolz und glücklich, es sei ein schönes Gefühl, den Eröffnungszug nach Kipsdorf fahren zu können, meinte Lokführer Manfred Kosing. schließlich sei er seit 36 Jahren bei der Weißeritztalbahn dabei.

„Bund und Freistaat haben in den Wiederaufbau gut 40 Millionen Euro investiert, davon rund 17 Millionen in den heute eingeweihten Abschnitt“, betonte Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). „Damit unterstreichen wir unser Bekenntnis zu Pflege und Erhalt der historischen Bahnen.“

„Heute dominiert natürlich die Freude, aber die über die 15 Jahre aufgebaute Anspannung bleibt, sie wird erst später abklingen.“, so beschrieb Mirko Froß, der Betriebsleiter der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft SDG, seine Gefühlslage. Froß war der zweifellos der Hauptakteur beim Wiederaufbau der 26,1 km langen, durch die Hochwasserflut im Sommer 2002 nahezu total zerstörten Strecke.

Ja, die Freude sei natürlich groß, meinte auch Michael Geisler (CDU), der Pirnaer Landrat. Aber es bedürfe weiterhin großer Anstrengungen, schließlich sei die Strecke 15 Jahre vom Markt gewesen. Er selbst sehe zwei Chancen dafür, dass die Bahn auch angenommen wird: Wichtig wäre die Verbindung zum wirtschaftlichen und produktiven Potential der Stadt Altenberg und zum Zweiten bedürfe es der Nutzung des brachliegenden Liegenschaftspotentials von Kipsdorf. Da könne er sich beispielsweise Anknüpfungen an die traditionelle erzgebirgische Volkskunst gut vorstellen.

Auch Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten beließ es nicht bei der Freude an das Geschaffte. Er knüpfte daran die Erwartung an seine Amtskollegen in den an der Strecke liegenden Kommunen, ideenreich und innovativ die noch fehlenden Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Betrieb der Weißeritztalbahn zu schaffen. Aber auch Kirsten sprach, wie andere Festredner an diesem Tag die Hoffnung aus, dass es dann eines Tages einen dichteren Fahrplan für die Bahn als ab 19. Juni angekündigt, kommen könne.

Im Zuge der gut einjährigen Arbeiten am sogenannten 2. Bauabschnitt entstanden zwei neue Brücken, fünf bestehende wurden saniert. Insgesamt wurden über 19 Kilometer Gleise auf 11 000 Tonnen Schotterverlegt, 15 Weichen aufgearbeitet und zehn Gebäude entlang der Strecke denkmalgerecht saniert. Insgesamt 23 Stützbauwerke, davon 12 Neubauten im Bereich Kipsdorf, waren notwendig. Dazu kommen noch 46 Bahnübergänge, davon zwei mit Halbschrankenanlagen.

Die Strecke ist die dienstälteste deutsche Schmalspurbahn. Die Strecke gilt durch ihre landschaftliche Vielfalt zugleich als eine der schönsten deutschen Strecken. Im vergangenen Jahr waren auf der Teilstrecke zwischen Freital-Hainsberg und Dippoldiswalde rund 145 000 Fahrgäste unterwegs.

Ab sofort sind täglich planmäßig zwei Zugpaare zwischen Freital und Kipsdorf unterwegs, ein drittes Zugpaar fährt zur Mittagszeit zwischen Freital und Dippoldiswalde. An 16 Tagen mit besonders hoher Nachfrage, wie Himmelfahrt, Pfingsten oder zum Schmalspurbahn-Festival, werden zwei Züge eingesetzt. Diese Leistungen werden vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) bestellt.

http://www.weisseritztalbahn.com/aktuelles/v/a/weisseritztalbahn-faehrt-ab-17-juni-bis-kipsdorf/26/

Von Peter Weckbrodt

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