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Freie Wähler erleben in Pirna eine Renaissance

Nach Exodus aus Stadt-CDU Freie Wähler erleben in Pirna eine Renaissance

Die Wählervereinigung „Wir für Pirna – Freie Wähler“ will als neue Kraft in der Stadtpolitik von Pirna mitmischen.In der Kleinkunstbühne Q24 hat sie sich und ihre Ideen und Ziele der Öffentlichkeit vorgestellt.

Der Vorstand der Wählervereinigung „Wir für Pirna – Freie Wähler“ stellte sich im Q24 vor: Schatzmeister Dr. Thomas Gischke (v.l.n.r.), Beisitzerin Katrin Lässig, Vorsitzender Ralf Böhmer, seine beiden Stellvertreter Ralf Thiele und Sven Vater sowie Beisitzer Bernd Kühnel.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. In Pirna hat eine neue kommunalpolitische Kraft ihre Arbeit aufgenommen. „Wir für Pirna – Freie Wähler“ heißt sie. Es sei ein Verein, „der die Stadt voranbringen will und es auch wird“, sagte Ralf Böhmer, Vorsitzender der vor kurzen gegründeten Wählervereinigung, als sie sich im Q24 der Öffentlichkeit vorstellte. Rund 100 interessierte Einwohner waren in die Kleinkunstbühne gekommen, um sich über die Ideen und Ziele des aus rund 30 Personen bestehenden Vereins zu informieren. Im Publikum saß beispielsweise Bobweltmeister Francesco Friedrich.

„Wir für Pirna“ sei noch ein kommunalpolitisches Baby, führte Böhmer weiter aus. Aber die Akteure die dahinterstehen, sind keine Unbekannten in der Canalettostadt. Den Vorstand bilden die beiden ehemaligen Stadträte Ralf Böhmer und Ralf Thiele, die jetzigen Räte Katrin Lässig, Thomas Gischke und Bernd Kühnel sowie Sven Vater, der bis Anfang März dem Kreisverband der CDU-Wirtschaftsvereinigung MIT vorstand. Etliche Mitglieder haben in den vergangenen Wochen der Pirnaer Union den Rücken gekehrt und sind aus Kritik und Unzufrieden am Politikverständnis und Führungsstil des Stadtverbandsvorsitzenden ausgetreten. „Wir werden uns nicht mit Intrigen lahmlegen“, teilte Böhmer einen verbalen Seitenhieb an seine Ex-Partei aus.

Und man kann diese Äußerung auch als Kampfansage betrachten. Die Wertebasis dieser Wählervereinigung sei liberal und konservativ, so Böhmer. „Sie ist ein Zusammenschluss, der für jede Pirnaerin und jeden Pirnaer offen ist. Wir stehen für die starke Mitte der Pirnaer Bürgergesellschaft“, heißt es auf der Homepage www.wfp-fw.de weiter.

Die Freien Wähler erleben quasi eine Renaissance in der Elbestadt. Um sie war es in den vergangenen Jahren still geworden. Der Verein verspricht einen neuen Aufschwung. Laut Satzung strebt sie eine Mitgliedschaft im Landesverband Sachsen der Freien Wähler an. Sich selbst versteht die Vereinigung als unabhängig und überparteilich. „Wir verstecken uns nicht hinter parteipolitischen Vorgaben aus Berlin oder Dresden“, so Böhmer.

Unter den Mitgliedern sind viele Unternehmer, einige von ihnen wurden einst als Wirtschaftflügel der Pirnaer Uniion tituliert. „Wir sind kein elitärer Golfclub“, stellte Böhmer klar, „sondern Ansprechpartner für alle Schichten.“ Jedem Thema stehe der Verein, der mit der Fraktion „Ihre Nachbarn im Stadtrat – Freie Wähler“ (kurz: INIS) bereits mit vier Sitzen im Stadtparlament vertreten ist, offen gegenüber.

Eigene Themen möchte der Bürgerverein selbst setzen. Solide Finanzen, Wirtschaft stärken, Sicherheit und Sauberkeit, Flutschutz, Mobilität in jungen Jahren aber auch im Alter, Schulen und Kitas sowie Sport- und Vereinsleben fördern sind Schwerpunkte, die in dem ein oder anderen Wahlprogramm als Forderungen schon einmal auftauchten. Die Wählervereinigung möchte es aber nicht bei bloßen Worten belassen, sondern in Arbeitskreisen an konkreten Lösungsideen für Pirna feilen. Dazu zählt zum Beispiel ein Tourismuskonzept.

Von Silvio Kuhnert

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