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Familienzentrum Radebeul veranstaltet einen Themenabend zum Thema Mobbing an Schulen

Am 16. November Familienzentrum Radebeul veranstaltet einen Themenabend zum Thema Mobbing an Schulen

Was ist Mobbing, wie äußert es sich bei Kindern und Jugendlichen und wie kann man Hilfe leisten? Zum Themenabend „Mobbing an Schulen“ lädt das Familienzentrum in Altkötzschenbroda am Donnerstag, 16. November um 19 Uhr ein. Referentin an diesem Abend ist die Sozialpädagogin Astrid Speer.

Astrid Speer beschäftigt sich als ausgebildete Sozialpädagogin seit vielen Jahren mit dem Thema Mobbing.

Quelle: Annette Lindackers

Radebeul. Was ist Mobbing, wie äußert es sich bei Kindern und Jugendlichen und wie kann man Hilfe leisten? Zum Themenabend „Mobbing an Schulen“ lädt das Familienzentrum in Altkötzschenbroda am Donnerstag, 16. November um 19 Uhr ein. Referentin an diesem Abend ist die Sozialpädagogin Astrid Speer, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema Mobbing beschäftigt und zum Thema „Konflikte“ entwickelte Projekte dazu aktiv in ihrer Arbeit in der Schulsozialarbeit anwenden konnte.

„Das Wort Mobbing wird in der Gesellschaft sehr schnell, beinahe schon inflationär benutzt“, sagt Astrid Speer, tut dabei die Schwere des Begriffs aber nicht ab. Man muss sich ein Bild machen, so Speer weiter, ob es sich um Mobbing, Ausgrenzung oder einen einzelnen Konflikt handelt.

Der Begriff Mobbing stammt vom Tierforscher Konrad Lorenz, der 1963 das Phänomen von sozialer Verteidigungsaktion unter Tieren dokumentierte. Daraus entstand in englischer Übersetzung das Wort „Mobbing“.

„Kinder und Jugendliche suchen Anerkennung und versuchen diese an den Schwächen Gleichaltriger zu erwirken“, sagt Speer. Sie führt weiter aus, dass dieses Geltungs- und auch Machtbedürfnis zu Mobbinghandlungen führen kann und bereits im Grundschulalter, besonders aber an den weiterführenden Schulen verstärkt zu beobachten ist.

Laut der PISA-Studie (Programme for International Student Assessment) von 2015 wird in Deutschland fast jeder sechste 15-Jährige regelmäßig Opfer von teils massivem Mobbing an seiner Schule. „Es gibt keine festen Merkmale, die jemanden in die Situation bringen, gemobbt zu werden“, sagt Speer, „oft reicht es nur einfach anders zu sein, nicht wie die Gruppe.“ Die Abgrenzung ist in der Jugend ein großes Thema: Über Kleidung, Musik oder andere optische Kennzeichen zeigen die jungen Menschen wer sie sind und wozu sie gehören wollen. Da finden Abgrenzungsprozesse statt, die so wirken können, als ob einer nicht dazugehören darf. Von Bedeutung ist das erst, dass diese Prozesse wiederholt, über einen längeren Zeitraum, systematisch und mit negativen Handlungen besetzt gezielt von einem oder mehreren stattfinden. Und dazu das Umfeld, das zuschaut und nichts tut. „Dann spricht man von Mobbing“, sagt Speer.

Um diese Symptome zu erkennen, müssen nach Ansicht von Astrid Speer alle Beteiligten befragt werden, um sich ein umfassendes Bild von der Situation und der Entstehung machen zu können.

Prävention ist zur Vermeidung von Mobbing ein ganz wichtiger Aspekt findet Speer. Bereits im Grundschulalter sollte man damit anfangen, den Prozess des „Sozialen Lernens“ miteinander zu starten. Mit Kollegen aus der Schulsozialarbeit in Dresden entwickelte sie den sogenannten „Mobbing-Koffer“, dessen Material dazu dient, Kinder aktiv in der Auseinandersetzung für das Thema zu sensibilisieren.

Das Familienzentrum in Altkötzschenbroda widmet sich dem Thema Mobbing an Schulen, weil ihnen verstärkt das Thema von den Eltern zugetragen wird und sich in den Beratungen herausstellt, dass viele von dem Thema Mobbing betroffen sind. Diese Themenabend-Formate gibt es schon seit einigen Jahren. Den Veranstaltern ist es wichtig, dass sie für die Teilnehmer eine Plattform anbieten, in der Informationen vermittelt werden, ein Gedankenaustausch stattfindet und die Gruppe zu dem Thema intensiv diskutieren kann.

Service

Themenabend: Mobbing an Schulen

Referentin: Astrid Speer

Termin: Donnerstag, 16. November, 19 bis 21 Uhr

Ort: Familienzentrum Altkötzschenbroda, Altkötzschenbroda 20

Anmeldung: Maria Berg-Holldack, Telefon: 0351/8 39 73 22

Kosten: acht Euro

Von Annette Lindackers

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