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Einwohnerbefragung zum Freitaler Stadtzentrum ist gestartet

Neue Mitte Einwohnerbefragung zum Freitaler Stadtzentrum ist gestartet

Die Stadt Freital möchte bis zum 100-jährigen Gründungsjubiläum in 2021 auf dem Areal des ehemaligen Gasthofes „Sächsischer Wolf“ ein Stadtzentrum schaffen. Fünf Investoren haben nach einer bundesweiten Ausschreibung Konzepte für die künftige Gestaltung bei der Verwaltung eingereicht. Nun ist bis 7. April die Meinung der Freitaler zu den Entwürfen gefragt.

OB Uwe Rumberg und Baubürgermeister Jörg-Peter Schautz (r.) haben die Einwohnerbefragung gestartet. In der Stadtbibo werden die Meinungen gesammelt.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Freital.  Zum 100-jährigen Stadtjubiläum in 2021 möchte die Stadt Freital sich quasi selbst ein Geschenk machen. Aus dem Zusammenschluss mehrerer Kommunen entstanden fehlt bislang ein Stadtzentrum. Das soll bis zum runden „Geburtstag“ auf dem Areal „Sächsischer Wolf“ im Stadtteil Deuben entstehen. Da die Realisierung die finanziellen Möglichkeiten der Stadt übersteigt, will sich die Kommune einen Investor mit ins Boot holen. Fünf Entwürfe zur Gestaltung des Zentrums liegen vor. Bis 7. April ist die Meinung der Freitaler gefragt, wie sie sich ihre Stadtmitte vorstellen.

Reichlich 21900 Quadratmeter ist die Fläche zwischen Dresdner-, Poisental- und Leßkestraße sowie der Weißeritz groß. Neben Gewerbebetrieben war das ehemalige Gasthaus „Sächsischer Wolf“ mit seinem großen Veranstaltungssaal rund anderthalb Jahrhunderte die prägende Adresse vor Ort. Jedoch nach der Wende begann der Verfall, 2010 erfolgte der Abriss. Die Stadt erwarb in den zurückliegenden vier Jahren das und weitere Grundstücke. „Es ist der geografische Mittelpunkt Freitals“, sagt Baubürgermeister Jörg-Peter Schautz (parteilos). Von der Infrastruktur her mit der Lage an einer der Hauptverkehrsachsen sowie der Anbindung an Bus und Bahn sei das Areal ideal als Stadtzentrum geeignet. Mit dem Technologie- und Gründerzentrum sowie der Stadtbibliothek im City-Center in der Nachbarschaft hat die Stadt bereits in den zurückliegenden Jahren Weichen zur Entwicklung der neuen Mitte gestellt.

Auf dem brachliegenden Areal findet ein kleines Stadtquartier Platz. Die Investitionssumme liegt bei rund 30 Millionen Euro. Eine Bebauung kann die Stadt daher nicht über den eigenen Haushalt stemmen. „Wir sind auf private Investoren angewiesen“, so OB Uwe Rumberg (CDU). Daher hat sie sich auf die Suche nach Bauherren gemacht und das Grundstück bundesweit ausgeschrieben. 21 Interessensbekundungen gingen im Rathaus ein. Von den Interessenten aus ganz Deutschland haben wiederum fünf ein konkretes Konzept abgegeben.

Bei der Gestaltung des Areals strebt die Stadt einen bunten Mix aus Wohnen, Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Hotel sowie Freizeit an. Je nach Investor wurden die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten unterschiedlich gewichtet. So liegt der Schwerpunkt bei Konzept eins auf einem Hotel, Erlebnisgastronomie und Fitnessstudio in zwei großen Gebäuden. Entwurf zwei sieht mehrere Häuser für Wohnen, Handel und Praxen vor, wobei ein Edeka-Markt das Areal dominiert. Im dritten Konzept stehen in sieben Gebäuden Wohnen und Dienstleistungen im Mittelpunkt. Variante vier paart einen großen Lebensmittelmarkt mit Wohnmöglichkeiten. Und Entwurf fünf legt auf vier Baufeldern den Fokus auf Wohnen.

Jetzt sind bis 7. April die Meinungen der Bürger gefragt. OB Rumberg möchte die Freital über eine Bürgerbefragung in den Entscheidungsprozess einbinden. „Schließlich ist keinem daran gelegen, ein Zentrum zu entwickeln, dass an den Bedürfnissen der Einwohner vorbeigeht“, so das Stadtoberhaupt. Dazu sind die Entwürfe in der Stadtbibliothek (Bahnhofstraße 34) auf Tafeln ausgestellt. Die Investoren bleiben vorerst anonym. Auf einem Fragebogen können die Einwohner ankreuzen, welches Konzept ihnen gefällt und welches nicht. Des Weiteren interessiert die Verwaltung, welche Nutzungsmöglichkeiten die Freitaler sich in ihrer Stadtmitte wünschen. Im Juni soll das Ergebnis der Befragung vorliegen, im Spätsommer entscheidet sich der Stadtrat für einen Investor.

Von Silvio Kuhnert

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