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Einstige Lederfabrik bekommt in Freital eine Schonfrist

Abrisspläne Einstige Lederfabrik bekommt in Freital eine Schonfrist

Der Freitaler Stadtrat hat den Abriss der ehemaligen Lederfabrik beschlossen. Bevor jedoch die Abrissbirne zum Einsatz kommt, möchte die Stadt mit dem Freistaat über eine Übernahme des maroden Gebäudes verhandeln. Eine Behörde könnte das unter Denkmalschutz stehende Haus retten.

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Quelle: wikipedia

Freital. Das vom Abriss bedrohte Gebäude der ehemaligen Lederfabrik in Freital bekommt eine einjährige Schonfrist. In dieser Zeit möchte Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) mit dem Freistaat über einen Behördenstandort in dem sehr ruinösen aber unter Denkmalschutz stehenden Objekt an der Poisentalstraße verhandeln. „Der Kabinettsbeschluss besteht noch“, sagte das Stadtoberhaupt. 2011 hatte die Landesregierung beschlossen, dass nach einer Zusammenlegung der Sächsischen Bildungsagentur und des Sächsischen Bildungsinstituts zu einem Landesamt für Schule und Bildung diese neue Behörde in ein „Haus der Bildung“ nach Freital kommt. Rumberg hat dazu bereits Kontakte mit den zuständigen Ministerien aufgenommen. „Weitere Termine sind angesetzt“, so der Rathauschef.

Wenn diese von der Stadt favorisierte Lösung nicht zustande kommt, soll der Rückbau des kontaminierten Hauses spätestens ab August 2018 erfolgen. Dafür benötigt die Verwaltung allerdings grünes Licht von der Denkmalschutzbehörde. Rumberg ist optimistisch, dass er eine Abrissgenehmigung erhält So habe die Stadt nachgewiesen, dass sie wegen der hohen Baukosten die Sanierung finanziell nicht stemmen kann, so der OB.

In den zurückliegenden Monaten wurden umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Dabei stellten die Gutachter erhebliche Schäden und Mängel an dem Gebäude sowie eine Kontaminierung der Bausubstanz mit Giftstoffen fest. Die Sicherung des jetzigen Baukörpers samt Beseitigung der Altlasten und der Umbau zu einem Kreativpark, in dem sich Unternehmen der Kreativwirtschaft ansiedeln können, würde nach derzeitiger Kostenberechnung mit über 8,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. So eine Investition sei im Haushalt nicht darstellbar, so Rumberg. Schulen und Kitas sind wichtiger.

Das sah die Mehrheit im Stadtrat am Donnerstagabend auf einer Sondersitzung ebenfalls so und stimmte mit kleinen Änderungen dem Vorschlag der Verwaltung zu. Somit wird vor dem Einsatz der Abrissbirne erst einmal mit dem Freistaat über eine Übernahme und Rettung des Objektes verhandelt. Bleiben diese Gespräche ohne Erfolg, nimmt die Stadt rund 1,5 Millionen Euro für den Rückbau in die Hand. Zudem muss sie 480000 Euro an Fördermitteln zurückzahlen, die sie einst für den Erwerb des rund 8000 Quadratmeter großen Areals der einstigen Lederfabrik erhalten hatte. Danach ist auf der Fläche eine städtebauliche Erweiterung und Ergänzung zum geplanten Stadtzentrum, das Verwaltung und Rat mit Hilfe eines Investors aus der Privatwirtschaft auf dem nahegelegenen Areal „Sächsischer Wolf“ entwickeln möchten, denkbar.

Von Silvio Kuhnert

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