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Eine zwei Meter hohe Schallschutzwand soll Krach in Pirna minimieren

Bahnlärm Eine zwei Meter hohe Schallschutzwand soll Krach in Pirna minimieren

Mit einer zwei Meter hohen und insgesamt rund 7,7 Kilometer langen Schallschutzwand möchte die Deutsche Bahn den Lärm in Pirna reduzieren. Die Pläne stoßen aber nicht nur auf Gegenliebe.

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Quelle: dpa

Pirna. Mit einer zwei Meter hohen und insgesamt rund 7,7 Kilometer langen Schallschutzwand möchte die Deutsche Bahn den Lärm in Pirna reduzieren. Laut einer Machbarkeitsuntersuchung zur Verringerung des Bahnlärms im Elbtal zwischen Dresden und Bad Schandau sollen über vier Kilometer des Lärmschutzwalls nördlich der Bahnstrecke, also in Richtung Copitz, im Bereich etwa 500 Meter östlich der Eisenbahnüberführung Am Wasserwerk/Elbradweg bis etwa zur Sachsenbrücke verlaufen. Südlich der Bahngleise reicht die Wand im Bereich etwa 350 Meter östlich der Eisenbahnüberführung Am Wasserwerk/ Elbradweg bis zum Empfangsgebäude des Bahnhofs. Durch diese beiden Schutzwände soll die Anzahl der vom Bahnlärm betroffenen Einwohner um 71 Prozent sinken. Die Baukosten liegen nach einer ersten Schätzung der Deutschen Bahn bei rund 12,5 Millionen Euro.

Die Pläne stoßen bei Verwaltung und Stadtrat auf ein geteiltes Echo. So begrüßt die Stadt einerseits „außerordentlich alle organisatorischen, technischen und baulichen Bemühungen zur Reduktion des Bahnlärms innerhalb des Stadtgebietes“, schreibt Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung, in einer Informationsvorlage für den Bauausschuss. Auf der jüngsten Sitzung des Gremiums stellte Baubürgermeister Eckhard Lang (parteilos) andererseits aber auch gleich klar, dass es sich um eine Machbarkeitsstudie handle, die noch keinen verbindlichen Charakter besitze. Änderungen sind vonseiten der Stadt erwünscht.

Kritik gibt es an der Höhe der beiden Schallschutzwände. „Das ist ein Eingriff in das Stadt- und Landschaftsbild“, führte Möhrs weiter aus. In der Stellungnahme der Stadt zu der Studie appelliert die Verwaltung daher an die Bahn, „im Rahmen weiterer Untersuchungen auch stadtbildverträglichere Ausführungsalternativen zu überprüfen“.

Baubürgermeister Lang hat sogar Zweifel, ob in den angedachten Bereichen überhaupt eine zwei Meter hohe Wand realisierbar sei. Als problematisch sieht er beispielsweise den Bau von Fundamenten auf dem Bahndamm an. Auch naturschutzrechtliche Belange könnten an einigen Stelle gegen das Errichten einer Lärmschutzwand sprechen.

So bitten Verwaltung und Stadtrat die Bahn, noch andere Möglichkeiten zur Lärmminderung als den Bau von Lärmschutzwänden zu prüfen. Als Beispiele führen sie die Einführung eines Tempolimits sowie Investitionen in bessere Brems- und Zugtechnik an. „Es sind nicht unsere Züge, die laut sind“, meinte CDU-Stadtrat Peter Baldauf. Deshalb sollten Bahn und Bundesregierung darauf drängen, dass alle Unternehmen, die im Elbtal auf der Schiene unterwegs sind, ihre Züge und Waggons modernisieren.

Von Silvio Kuhnert

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