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Ein Citybus soll durch Pirnas Stadtzentrum rollen

Testphase für zwei Jahre Ein Citybus soll durch Pirnas Stadtzentrum rollen

Die Stadt Pirna möchte für zwei Jahre einen Stadtbus testen. Dieser soll im Halbstundentakt in der Altstadt unterwegs sind. Das Parkhaus an der Bundesstraße steuert der Citybus jedoch nicht an.

Als Altstadtbus kommt ein Kleinbus mit rund 20 Sitzen zum Einsatz.

Quelle: Stadtverwaltung Pirna

Pirna. Rund fünfeinhalb Jahre nach dem ersten Probebetrieb soll erneut ein Citybus ab 3. Juli für eine weitere Testphase durch Pirnas Altstadt fahren. War der erste Test Ende 2011 auf die Zeit des Weihnachtsmarktes beschränkt, ist die Altstadtlinie ab diesem Sommer für zwei Jahre rund um den historischen Stadtkern unterwegs. Voraussetzung ist, dass der Stadtrat am Dienstag, 20. Juni, grünes Licht gibt. Ziel sei die dauerhafte Etablierung der Altstadtlinie, so Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos).

Dazu müssen Pirnaer und ihre Gäste ihren Beitrag leisten. D.h., das Angebot des Citybusses rege nutzen. „Ausgangspunkt ist der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB)“, sagt Norbert Kaiser, der das Projekt in der Stadtverwaltung maßgeblich betreut. Von dort aus rollt ein Mercedes Sprinter über die Brückenstraße zum Fähranleger und dem Elbparkplatz. Es geht weiter über Am Zwinger zum Steinplatz. Hier biegt der Stadtbus in die Lange Straße ein, fährt bis zur Badergasse und dann auf den Marktplatz. Von da aus rollt der Bus mit Zwischenstopps über Schloß-, Obere Burg-, Rosen- und Nicolaistraße zur Bushaltestelle an der Breiten Straße. Der letzte Abschnitt der Altstadtlinie verläuft über Dohnaischen Platz, Grohmann- und Gartenstraße zum ZOB. Jede halbe Stunde soll der Kleinbus mit rund 20 Sitzplätzen an den Haltestellen entlang des Rundkurses Stopp machen. Das Tagesticket gibt es zum Preis von 1,50, ermäßigt ein Euro.

„Der 30-Minuten-Takt ist uns wichtig“, informiert Kaiser. Das hat Folgen für den Streckenverlauf. So steuert der Citybus nicht das Parkhaus an der Bundesstraße an. Das hat zwei Gründe: Bei einer Ausdehnung der Route bis dorthin müssten zum einen zwei Busse im Einsatz sein, um den Halbstundentakt aufrecht halten zu können. Über die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) steht zur Bedienung der Altstadtlinie aber nur ein Fahrzeug zur Verfügung. Zum anderen ist die Breite Straße bis Ende 2018 im Zuge der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 eine Baustelle.

Das bedeutet nicht, dass das Parkhaus an der Bundesstraße für immer von der Stadtbuslinie abgeschnitten bleiben soll. Der Verwaltung liegen Anregungen zur Ausdehnung der Route auch auf den Sonnenstein, bis zum Stadtfriedhof, zur Seniorenresidenz an der Einsteinstraße sowie bis um Geibeltbad vor. „Das Projekt ist noch ausbau- und erweiterungsfähig“, meint Stadtoberhaupt Hanke.

Während der Testphase allerdings soll es aber keine Veränderungen am beschriebenen Rundkurs um die Altstadt geben. Neben dem 30-Minuten-Takt spielt hierfür die Finanzierung eine wesentliche Rolle. In der Zeit des zweijährigen Probetriebes gehört der Citybus nicht zum offiziellen Stadtbusnetzes. Die Stadt muss daher die Hälfte der Betriebskosten von fast 183000 Euro übernehmen. Den anderen Teil der Kosten trägt von Sommer 2017 bis Sommer 2019 der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. „Langfristiges Ziel ist es, die Citybuslinie in das Linienbündel des Pirnaer Stadtbusverkehrs aufzunehmen. Der Betrieb würde dann kostenneutral für die Stadt Pirna erfolgen“, berichtet Kaiser. Bedingung dafür jedoch ist eine rege Nutzung.

Von Silvio Kuhnert

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