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Der Deichbau beginnt

4,5 Millionen Euro für Flutschutz in Fürstenhain Der Deichbau beginnt

Die Planungen für einen präventiven Hochwasserschutz begannen bereits 2005, doch bis zu den tatsächlichen Baumaßnahmen vergingen noch etliche Jahre. Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Radebeul wurden in drei Bereiche aufgeteilt. Das erste Gebiet in Naundorf ist seit Januar 2017 fertig und voll funktionsfähig.

4,5 Millionen Euro kosten die Hochwasserschutzmaßnahmen in Fürstenhain

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul.  2002 stand das Wasser in Fürstenhain teilweise bis zum ersten Stock in den Häusern. 2006 stieg das Wasser erneut und damit auch die Angst. Doch das Wasser konnte von einem Deich gehalten werden. 2013 die nächste Katastrophe. Der Deich hielt den Wassermassen nicht stand und die Fürstenhainer mussten erneut zusehen, wie die Grundstücke überspült worden.

Die Planung für einen präventiven Hochwasserschutz begannen bereits 2005, doch bis zu den tatsächlichen Baumaßnahmen vergingen noch etliche Jahre. Die Hochwasserschutzmaßnahmen in Radebeul wurden in drei Bereiche aufgeteilt. Das erste Gebiet in Naundorf ist seit Januar 2017 fertig und voll funktionsfähig. Binnen 1,5 Jahren wurde die Anlage fertiggestellt. Im Vergleich zur Planungszeit von knapp zehn Jahren ging es schnell.

Nun hoffen die Fürstenhainer, dass der 360 Meter lange Deich ebenfalls zügig gebaut wird. Das Material dafür kommt aus Wilsdruff. Der Deichbau beginnt östlich des Auenweges und zieht sich bis zur Friedenskirche. Hinzu kommt eine 45 Meter lange Hochwasserschutzwand. Auch bei diesem Projekt begannen die Planungen bereits 2005, doch es mussten einige Hürden genommen werden. Unter anderem war der Erhalt der Wegebeziehungen zu berücksichtigen, die Belange des Denkmalschutzes, das Stadt- und Landschaftsbild sowie Infrastruktur und Naturschutz. Es musste sich mit 74 Grundstückseigentümern und drei Pächtern geeinigt werden. Schlussendlich wurde der Entwurf an die Gegebenheiten angepasst und eine Lösung gefunden. Bis Mitte 2018 soll der Deich fertig sein. Insgesamt werden 4,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushalts für die Maßnahme in Fürstenhain eingesetzt.

In Naundorf flossen bereits 6,9 Millionen Euro in Schadensbeseitigung der letzten Hochwasser und den Bau der Präventivmaßnahmen. Dort besteht die Anlage ebenfalls aus zwei Teilen, wobei das eine Stück eine 640 Meter lange Hochwasserschutzwand ist und der Deich nur eine Länge von 50 Metern hat. Spundwände ragen zwischen sechs und neun Metern tief in die Erde. Insgesamt wurden 560 Tonnen Stahl verbaut. Eine sogenannte Überströmstrecke soll bei eventuellem, dadurch allerdings kontrolliertem, Überlaufen der Anlage das Hinterland vor Ausspülungen bewahren.

Der dritte und letzte Abschnitt soll Altkötzschenbroda vor Hochwasser schützen. Hier stand 2002 nahezu der komplette Dorfanger unter Wasser. Die geplante Anlage soll von der Friedenskirche bis zur Straße „An der Festwiese“ verlaufen und insgesamt 495 Meter lang werden. Mobile Elemente würden im Ernstfall die Querungen Pfarrgasse, Elbradweg und die Straße „An der Festwiese“ verschließen. Bis zum 21. April lagen die Pläne im Rathaus aus, nachdem es vor etwa sieben Jahren bereits ein Planfeststellungsverfahren gab. Damals gab es so viele Einwände und Stellungnahmen, dass die Pläne umfangreich überarbeitet werden mussten.

In diesem Zusammenhang betonte Umweltstaatssekretär Herbert Wolff bei der Eröffnung der Bauarbeiten in Fürstenhain, dass es bei den Hochwasserschutzmaßnahmen auf den besseren Schutz insgesamt ankomme und nicht auf die individuellen Wünsche des Einzelnen. Er hofft auf ein schnelles Baurecht für den letzten Abschnitt in Altkötzschenbroda.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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