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Dachgesellschaft für WAB und WSR soll 2018 Arbeit aufnehmen

Radebeul/Coswig Dachgesellschaft für WAB und WSR soll 2018 Arbeit aufnehmen

Nach dem Coswiger hat nun auch der Radebeuler Stadtrat grünes Licht für ein Zusammengehen der kommunalen Abwasserbetriebe beider Städte gegeben. Ziel sei es nun, die gemeinsam Betriebsgesellschaft als Dach für die „Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul“ (WSR) und die „Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Coswig“ (WAB) Anfang des nächsten Jahres ins Leben zu rufen, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos).

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Auch ein Vermögen: Die Coswiger Abwasserleitungen bleiben im Besitz der WAB.

Quelle: Archiv

Radebeul/Coswig. Nach dem Coswiger hat nun auch der Radebeuler Stadtrat grünes Licht für ein Zusammengehen der kommunalen Abwasserbetriebe beider Städte gegeben. Ziel sei es nun, die gemeinsam Betriebsgesellschaft als Dach für die „Wasserversorgung und Stadtentwässerung Radebeul“ (WSR) und die „Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Coswig“ (WAB) Anfang des nächsten Jahres ins Leben zu rufen, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Bis dahin müssten noch einige Formalien erledigt werden, wozu auch der tatsächliche Gründungsbeschluss der neuen Betriebsgesellschaft gehört. Weder in Radebeul noch in Coswig werden sich durch den Zusammenschluss die Gebühren für Trinkwasser und Abwasser erhöhen, verspricht er.

Das Zusammengehen hat vor allem einen Grund: Sowohl in Coswig als auch in Radebeul gehen in den nächsten Jahren erfahrene Mitarbeiter in Rente. Allein bei der WSR sind scheide in den nächsten fünf Jahren ein Fünftel der Mitarbeiter aus. Sie zu ersetzen, halten beide Kommunen für schwierig, weil Fachkräfte für Versorgungsunternehmen derzeit sehr gefragt seien, wie Wendsche sagt. Die neue Betriebsgesellschaft soll deswegen das beste aus dem schmaler werdenden Personalbestand machen. Geplant sei die Ausformung eines Betriebsteils Trinkwasserversorgung, der in Radebeul aufgebaut werden soll, wie Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) erläutert. Die Expertise für die Abwasserentsorgung wird dagegen in Coswig konzentriert. Die Spezialisierung soll helfen, den gemeinsamen Mitarbeiterbestand möglichst effektiv einzusetzen.

Außerdem erhoffen sich Coswig und Radebeul durch das gemeinsame größere kommunale Unternehmen attraktiver auf dem Arbeitsmarkt zu sein und die trotz Verschlankung erforderlichen Nachwuchskräfte zu gewinnen. Hinzu kommt, dass man sich von der größeren Betriebsgesellschaft mehr Schlagkraft erhofft, wenn es um das Aushandeln von Preisen geht. Die Einsparungen sollen in beiden Unternehmen in Form möglichst lang andauernder Preisstabilität weiter gegeben werden.

In die Zukunft gedacht ist die Form des Zusammenschlusses, wie OB Wendsche sagt. Man habe sich nicht nur wegen des immensen Aufwandes gegen eine Fusion von WSR und WAB entschieden, aus der ein Gesamtunternehmen hervorgegangen wäre. In beiden Kommunen werden zum Beispiel die Abwassergebühren unterschiedlich berechnet, weil in Radebeul ein Ausbaubeitrag verlangt wird, in Coswig aber nicht. Die Abwassergebühren liegen deshalb in Coswig höher als in der Nachbarstadt – beide auf ein Niveau zu bringen, hätte ein kniffliges Verfahren und mit Sicherheit eine heikle Debatte in beiden Städten zur Folge gehabt.

Die Betriebsgesellschaft ermöglicht beiden Partnern einen relativ einfache Ausstieg, sollten beim gemeinsamen Wirtschaften unerwartete Schwierigkeiten auftreten. Das sei bei einer Fusion kaum noch möglich, da das einmal zusammengelegte Betriebsvermögen, also Leitungen, Technik, Immobilien, sich anschließend kaum noch trennen ließen, wie Wendsche sagt. Die Betriebsgesellschaft verschaffe da mehr Flexibilität. Das gilt jedoch auch für den Fall, dass sich der Zusammenschluss als Erfolgsmodell herausstellt. Es sei ohne größeren Aufwand möglich, die Gesellschaft um einen weiteren Partner zu erweitern, sagt Wendsche. Zum Beispiel um Moritzburg? „Das wäre ein interessantes Gebiet“, sagt Wendsche.

Von Uwe Hofmann

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