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Citybus rollt ab 3. Juli durch Pirnas Altstadt

Trotz Kritik an Linienführung Citybus rollt ab 3. Juli durch Pirnas Altstadt

Für eine zweijährige Testphase geht Anfang Juli ein Citybus in Pirna in Betrieb. Der Stadtrat hat dem Projekt grünes Licht gegeben. Unzufriedenheit herrscht aber über die Streckenführung.

Der grüne Kleinbus der OVPS rollt als Citybus künftig durch Pirnas Stadtzentrum.

Quelle: Stadtverwaltung Pirna

Pirna. Ab 3. Juli ist die Pirnaer Altstadt an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. In gut zehn Tagen nimmt der Citybus seine erste Fahrt auf. Für eine zweijährige Testphase rollt er ab dem Zentralen Omnibus (ZOB) im Halbstundentakt durchs Stadtzentrum. Der Stadtrat gab auf seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen grünes Licht für das Vorhaben. Trotz des eindeutigen Votums hagelte es auch Kritik. Etliche Räte sind mit der Linienführung unzufrieden und wünschen Nachbesserungen.

Die rotmarkierte Linie zeigt die geplante Route des Citybusses durch Pirnas Altstadt

Die rotmarkierte Linie zeigt die geplante Route des Citybusses durch Pirnas Altstadt.

Quelle: Stadt Pirna/A. Eylert

Der jetzige Streckenverlauf sieht wie folgt aus: Ab dem ZOB fährt ein Mercedes Sprinter in Richtung Altstadtbrücke, biegt in der Brückenstraße zum Fähranleger und dem Elbparkplatz ab. Es geht weiter über Am Zwinger zum Steinplatz, von dort aus über Lange Straße und Badergasse auf den Marktplatz. Von da aus rollt der Bus mit Zwischenstopps über Schloß-, Obere Burg-, Rosen- und Nicolaistraße zur Bushaltestelle an der Breiten Straße. Der letzte Abschnitt der Altstadtlinie verläuft über Dohnaischen Platz, Grohmann- und Gartenstraße zurück zum ZOB.

Ab der Bushaltestelle Breite Straße wünschte beispielsweise Stadtrat Thomas Mache (partei- und fraktionslos) eine Änderung. Und zwar soll der Stadtbus einen Schlenker in Richtung B 172 und über die Kochstraße machen. Damit wäre das Parkhaus, die AOK-Filiale und die Seniorenresidenz mit angebunden. Ersteres wäre für Touristen von Vorteil, die beiden anderen würden vor allem von älteren Einwohnern oft genutzt, so Mache.

Das gleiche Ansinnen, den Bereich der oberen Breite Straße ins Liniennetz mit aufzunehmen, verfolgen die beiden Fraktionen SPD/Grüne und „Ihre Nachbarn im Stadtrat – Freie Wähler“ (kurz: INIS). Sie hatten schon vorher einen entsprechenden Antrag gestellt. „Ich bin von der Linienführung enttäuscht. Das war anders besprochen“, sagte SPD/Grüne-Fraktionschef Ralf Wätzig. Auf Vorschlag von INIS-Fraktionschef Thomas Gischke soll die Streckenführung nach der Sommerpause noch einmal geprüft und im Stadtrat diskutiert werden.

Dass der Citybus noch einmal auf die Tagesordnung kommt, wird durch einen weiteren Antrag notwendig. Und zwar möchte die CDU-Fraktion, dass der Bus auch die Seniorenresidenzen Am Felsenkeller und an der Einsteinstraße ansteuert.

OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) zeigte Verständnis für die Vorschläge und versprach, dass perspektivisch sogar eine Erweiterung des Liniennetzes bis auf den Sonnenstein und bis zum Geibeltbad denkbar wäre. „Dafür brauchen wir aber einen zweiten Bus“, so das Stadtoberhaupt. Während der zweijährige Testphase stehe jedoch nur ein Fahrzeug der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) zur Verfügung. Und damit dieser Bus von Montag bis Freitag zwischen 8.30 bis 18.30 Uhr und sonnabends von 8.30 Uhr bis 14.30 Uhr den jetzt geplanten Rundkurs aller 30 Minuten bewältigt, sei eine Erweiterung beispielsweise um das Parkhaus an der B 172 momentan nicht möglich, so das Stadtoberhaupt weiter. Die zweijährige Testphase kostet die Stadt rund 183000 Euro.

Von Silvio Kuhnert

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