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CDU-Stadträte fordern mehr Licht auf Radebeuls Straßen

Reizthema Nachtabschaltung CDU-Stadträte fordern mehr Licht auf Radebeuls Straßen

Als zu dunkel empfindet die CDU-Fraktion die Straßen in Radebeul. Daher sollen künftig alle Laternen die ganze Nacht hindurch scheinen. Der CDU-Antrag zur Beendigung der Nachtabschaltung ist Thema auf der Stadtratssitzung am Mittwoch.

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Als zu dunkel empfindet die CDU-Stadtratsfraktion die Straßen in Radebeul. Daher sollen künftig alle Laternen die ganze Nacht hindurch scheinen.

Quelle: Archiv/ Montage: A. Eylert

Radebeul. Die teilweise Abschaltung der Straßenbeleuchtung in der Nacht soll in der Lößnitzstadt ein Ende haben. Das fordert die CDU-Stadtratsfraktion. Unter der Überschrift „Sicher leben in Radebeul“ hat sie einen Antrag gestellt. Neben der Wiedereinführung eines eigenständigen Polizeireviers Radebeul/Coswig/Moritzburg gehören mehr Licht in den Nachtstunden zu den Kernforderungen.

„Die eingeschränkte Straßenbeleuchtung zwischen 23 und 5 Uhr trägt dazu bei, dass sich späte Heimkehrer, insbesondere Frauen, unsicher fühlen und teilweise Angst haben, allein unterwegs zu sein. Mehr Licht wirkt Ängstlichkeit und Furcht entgegen“, heißt es in der Begründung des Antrages, den die beiden CDU-Stadträte Ulrich Reusch und Jens Baumann im Namen ihrer Fraktion eingebracht haben. Auf der Ratssitzung am Mittwoch wird er im Stadtparlament beraten.

Den Christdemokraten sind zudem Graffiti-Schmierereien an öffentlichen und privaten Gebäuden ein Dorn im Auge. Hier wünschen sie sich eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Sprayern und fordern die Verwaltung auf, „konsequent“ Schadenersatz von überführten Tätern einzufordern. Von der Aufhebung der Nachtabschaltung – seit 15 Jahren wird zwischen 23 und 5 Uhr jede zweite Straßenlampe ausgeknipst – versprechen sich die CDU-Räte eine abschreckende Wirkung auf Sprüher. Eine eingeschränkte Beleuchtung lade „eher zu Schmierereien oder anderen Sachbeschädigungen ein als eine vollständige Beleuchtung“, heißt es in dem Antrag weiter. Mehr Licht erhöhe dagegen die Hemmschwelle zu Straftaten.

In der Vorberatung fand der Unionsvorschlag eine fraktionsübergreifende Mehrheit und auch die Verwaltung ist bereit, ab kommenden Jahr 40000 Euro zusätzlich für die Straßenbeleuchtung im Etat zur Verfügung zu stellen. Diese Summe ist notwendig, um alle Lampen die gesamte Nacht hindurch leuchten zu lassen.

Ein Zusammenhang zwischen Kriminalitätsentwicklung und Nachtabschaltung ist laut OB Bert Wendsche (parteilos) nicht nachweisbar. Das Dimmen des Straßenlichts wird seit 2002 in der Lößnitzstadt praktiziert. Ein deutlicher Anstieg der Zahl der „Diebstähle unter erschwerenden Umständen“ – unter diese Kategorie fallen vor allem Wohnungs- und Autoeinbrüche, weil ein Langfinger eine Tür oder ein Fenster aufhebeln muss, um an das Diebesgut zu gelangen – ist in Radebeul wie auch landkreis- und landesweit ab dem Jahr 2012 festzustellen, wie ein Blick in die Kriminalitätsstatistik zeigt.

Um die Kriminalitätsbelastung verschiedener Orte vergleichen zu können, wendet die Polizei die sogenannte Häufigkeitszahl an. Sie gibt an, wie viele Straftaten rechnerisch auf 100000 Einwohner entfallen. Danach ist die Zahl von Einbrüchen in Radebeul von 335 in 2011 auf 527 in 2012 angestiegen. In 2009 gab es sogar nur 224 „Diebstähle unter erschwerenden Umständen“ je 100000 Einwohner. Die Zahl ist seither wieder leicht gesunken und betrug im vorigen Jahr 493. In 2016 registrierte die Polizei insgesamt 1713 Straftaten im Stadtgebiet. Das waren 110 weniger als im Vorjahr. Besonders bei Diebstählen war ein Rückgang um 9,3 Prozent und bei Körperverletzungen von 21,1 Prozent zu verzeichnen. Das sind die Fakten.

„Dennoch ist es eine Tatsache, dass sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verschlechtert hat“, so Wendsche. Um das Sicherheitsempfinden der Radebeuler zu verbessern, sollen nachts wieder alle Straßenlaternen durchgängig leuchten, wenn der Stadtrat am Mittwochabend sein Okay gibt.

Von Silvio Kuhnert

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