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Blick ins Archiv – 150 Jahre Bäckerei in Radebeul

Traditionelle Backwaren Blick ins Archiv – 150 Jahre Bäckerei in Radebeul

Die Familienbäckerei hat in der kommenden Woche allen Grund zum Feiern. Am 6. Juni wird die Bäckerei stolze 150 Jahre alt. Besitzerwechsel gab es in dieser langen Zeit so einige. Damals war die Gegend noch umgeben von Weingärten und es gab weniger Häusern als heute.

Passend zu den aktuell stattfindenden Karl-May-Festtagen gibt es bei den Treptes Indianerkekse.

Quelle: Lisa-Marie Leuteritz

Radebeul. Familie Trepte an der Winzerstraße 1 in Radebeul hat allen Grund zum Feiern. Denn am 6. Juni wird ihre Bäckerei 150 Jahre alt. Besitzerwechsel gab es in dieser langen Zeit allerdings einige.

Als Gustav Franz Ferdinand Leuschner das Grundstück an der Winzerstraße 1 kaufte und eine Bäckerei errichtete, war die Gegend noch umgeben von Weingärten und es gab weniger Häuser als heute. Am 6. Juni 1867 bekam Leuschner die Ausschankerlaubnis, welche gleichzeitig der erste Nachweis für eine Bäckerei an dieser Stelle ist.

Bäckermeister Heiko Trepte studierte alte Unterlagen im Radebeuler Stadtarchiv und ließ sich auf dem Dachboden gefundene Urkunden übersetzen. So fand er zum Beispiel heraus, dass die Bäckerei 1904 in den Besitz der Familie Hillig überging. Diese baute das Haus mehrfach um. 1927 wurde schließlich der Laden angebaut und auch der erhöhte Kaffeegarten fand seinen Platz. 1951 übernahm Familie Schneider den Betrieb. Sie errichtete einen neuen Backofen und eine Weinstube, welche es so heute nicht mehr gibt. Den alten Meisterbrief des Bäcker- und Konditormeisters fand Heiko Trepte ebenfalls auf dem Dachboden.

Schließlich ging die traditionsreiche Bäckerei am 1. Januar 1999 in den Besitz von Katrin und Heiko Trepte über. Sie sanierten zunächst die Backstube und schufen ein neues Lager sowie Produktionsräume. Erst im vergangenen Jahr wurden die umfassenden Sanierungsmaßnahmen der Außenanlagen vollständig beendet.

Auch einige Rezepte aus den vergangenen Jahrzehnten haben die Treptes beibehalten. So gibt es immer noch das beliebte Roggenkastenbrot, die altdeutschen Zeilensemmeln und natürlich die berühmte Dresdner Eierschecke. Ansonsten ist die Auswahl in der großen Theke sehr abwechslungsreich und saisonal. „Zur Zeugnisausgabe gibt es Zensurenkekse. Nur die Fünfen und Sechsen müssen extra bestellt werden, sagt meine Frau“, lacht Bäckermeister Trepte.

Historische Bilder, alte Urkunden und Bilder der langen Geschichte rund um das Gebäude auf der Winzerstraße 1 haben die Treptes sorgfältig aufgearbeitet und in ihrer Bäckerei aufgehangen. In der kommenden Woche können sich die Kunden auf einen Stoffbeutel mit einem kleinen Geschenk sowie Sekt zum Anstoßen freuen. Am 3. Juni veranstaltet die Familie ein Gartenfest mit Musik und leckerem Essen.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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