Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Baupfusch am Waldkindergarten Ottendorf-Ockrilla

Baupfusch am Waldkindergarten Ottendorf-Ockrilla

Wird der 11. Januar 2016 für die Ottendorf-Ockrilla ein rabenschwarzer Montag? Oder gibt es für die Gemeindekasse einen warmen Geldregen? Diese Fragen werden vor dem Landgericht Dresden beantwortet.

Voriger Artikel
Weihnachtsstimmung pur in Zuschendorf
Nächster Artikel
Wintermärchen auf der Festung Königstein

Über den Schimmelbefall der Kindertagesstätte wurde auch im ZDF-Magazin "Länderspiegel" berichtet.

Quelle: Werner Peters

Dresden/Ottendorf-Okrilla. Unter dem Aktenzeichen 6 O 3047/14 wird an diesem Tag ab 14 Uhr über eine von der Gemeindeverwaltung eingereichte Schadensersatzklage in Sachen Waldkindergarten verhandelt.

Die Vorgeschichte: Die idyllisch gelegene Kindereinrichtung gibt es nunmehr seit 68 Jahren. Wegen des von je her feuchten Baugeländes wurde die Kita 1947 Hochparterre errichtet. Probleme mit Feuchtigkeit gab es daher nicht. Im Jahr 2004 entschloss sich der Gemeinderat, das in die Jahre gekommene Objekt durch einen 3,2 Millionen Euro teuren Neubau zu ersetzen. Die Pläne für die nunmehr ebenerdig angelegten Pavillons stammen von einem Dresdner Architekten, der auch die Bauausführung in seiner Regie hatte und deshalb nun als Buhmann herhalten muss. Denn die Freude über die im Herbst 2009 fertiggestellte Kita währte nur ein Jahr. Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) verkündete dem Gemeinderat im Herbst 2010, dass der gesamte Komplex Nässeschäden hat und wegen Schimmelbefall evakuiert werden muss.

Bei der Ursachensuche stießen die von der Gemeinde engagierten Privatgutachter auf von der Bodenplatte aus aufsteigende Nässe und nicht ordnungsgemäß ausgeführte Wandabdichtungen. Abwasserleitungen wurden entgegen dem Gefälle verlegt, der Blitzschutz war verrostet, die Fenster entsprachen nicht den Vorschriften und die Notentwässerung für das Flachdach wurde glatt vergessen. Insgesamt 112 Mängel wurden in Vorbereitung auf den anstehenden Schadensersatzprozess aufgelistet (DNN berichteten). Für deren Beseitigung, die ersatzweise Unterbringung der Kinder in Wohncontainern sowie Gutachter- und Rechtsanwaltskosten musste die Kommune rund drei Millionen Euro aufbringen.

Die Schuldfrage ist damit jedoch noch nicht automatisch geklärt. Ob und inwieweit sich die Gemeinde tatsächlich mit ihren Schadensersatzforderungen durchsetzen kann, hängt vermutlich davon ab, wie das Gericht die Beweiskraft der Privatgutachten bewertet. Bekanntlich hatte Langwald auf ein gerichtliches Beweissicherungsverfahren verzichtet. Aus Zeitgründen, um so schnell wie möglich mit der Sanierung beginnen zu können, sagte er damals.

von werner peters

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

17.11.2017 - 15:34 Uhr

SGD-Kapitän Hartmann wieder fit / Manuel Konrad fällt verletzt aus und verschärft damit die Personalsituation in der Defensive

mehr