Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Bauherrenpreisträger des Jahres 2016 in Radebeul stehen fest

Wirtschaftsbauten hui, Siedlungshäuser pfui Bauherrenpreisträger des Jahres 2016 in Radebeul stehen fest

Erstmals seit drei Jahren haben Stadt und der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen die renommierten Radebeuler Bauherrenpreise am Freitagabend in der Sparkasse Kötzschenbroda vergeben. Auffällig: Das, was in Radebeul als schöner Neubau gilt, ist nicht in den Siedlungsgebieten wie dem Dichterviertel zu finden.

Voriger Artikel
OB Hanke möchte Volkshaus-Saal in Pirna wiederbeleben
Nächster Artikel
Kanalarbeiten im Stadtgebiet

Bauherrenpreisträger 2016 (von oben links im Uhrzeigersinn): LTB Leitungsbau GmbH und Familie Namokel teilen sich den Preis in der Kategorie Neues Bauen, die Stadt wird für den Robert-Werner-Platz in der Kategorie Freiflächengestaltung ausgezeichnet und in der Kategorie Denkmalpflege und Sanierung wird Familie Hagen für die aufwendig sanierte Villa Sommer gewürdigt.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Erstmals seit drei Jahren haben Stadt und der Verein für Denkmalpflege und neues Bauen die renommierten Radebeuler Bauherrenpreise am Freitagabend in der Sparkasse Kötzschenbroda vergeben. Die Preisjury erachtete von 20 Einsendungen vier in drei Kategorien für preiswürdig. Er sei mit der Qualität und Quantität der Einsendungen zufrieden, meint der Vereins-Vorsitzende Jens Baumann. Das bestätigt die Umstellung von einem einjährigen auf einen dreijährigen Vergaberhythmus, durch den man zum einen der sinkenden Anzahl von Einsendungen entgegenwirken wollte und zum anderen Raum für den von der Stadt vergebenen Moritz-Ziller-Preis schaffen wollte, der für nächstes Jahr ausgeschrieben ist. „Es hat sich gezeigt, dass in Radebeul immer noch preiswürdig gebaut wird“, bekräftigt Baumann.

Der Bauherrenpreis lässt Aussagen über das vieldiskutierte Baugeschehen der letzten Jahre in der Stadt zu, wie ein Blick auf die Preisträger zeigt. So hat zum einen die LTB Leitungsbau GmbH einen geteilten Preis für ihren neuen Unternehmenssitz im Gewerbegebiet Naundorf in der Kategorie Neues Bauen gewonnen. „Es ist erfreulich, dass immer mehr Unternehmen sich Mühe geben, für ihre Mitarbeiter und Kunden etwas Sinnvolles und Schönes hinzustellen“, sieht Baumann darin eine Tendenz, zumal der LTB-Neubau nicht die einzige Bewerbung eines Unternehmens war, bei der die Jury genauer hinsehen musste.

Andererseits zeigt der andere Preisträger in der Kategorie Neues Bauen, dass preiswürdig offenbar nur in den alten Siedlungsgebieten der Stadt gebaut wird. Es handelt sich um das Gebäude an der Thomas-Mann-Straße 17, wo Familie Namokel einen „wohl-proportionierten zweigeschossigen Baukörper mit Staffelgeschoss“ und „zurückhaltender Silhouette“ erbauen lies, der sich „mit seiner Gliederung in das Villenquartier“ mit „großzügig gestalteten Gärten“ einfüge, wie Laudator Günther Despang meint. Über das moderne Gebäude war schon im Stadtentwicklungsausschuss gestritten worden und es wird wohl auch für weitere Diskussionen sorgen. Auffällig ist aber etwas anderes: Aus dem Baugebiet Dichterviertel, dem landkreisweit größten der vergangen Jahre, gab es nur zwei Einsendungen und keine erachtete die Jury für preiswürdig. Zu einem schönem Gebäude gehöre in Radebeul eben auch eine ordentliche Gartenfläche, meint Vereins-Chef Baumann dazu salomonisch.

In der Kategorie Freiflächengestaltung hat es indes nur zwei Einsendung gegeben, den Sieg trug die Stadt mit ihrer gelungenen Umgestaltung des Robert-Werner-Platzes von einem kargen Park- in einen belebten Spielplatz. „Man sieht Kinder spielen, Leute auf Bänken sitzen, in ein Gespräch vertieft. Im Ergebnis musste, oder besser gesagt durfte, die Stadt bereits drei weitere Bänke hinzufügen“, meint Laudatorin Gabriele Schirmer. Im Verein will man nun aber noch einmal überdenken, ob man es angesichts der geringen Beteiligung bei der Kategorie in dieser Form belässt.

In der Kategorie Denkmalsanierung gewonnen hat diesmal die Villa Sommer am Augustusweg 44, ein denkmalgeschütztes Haus mit eigenem Wikipedia-Eintrag, das in fünf Jahre langer Sanierung als Musterbeispiel des Neobarock wieder aufgebaut wurde, wobei gerade im Inneren aufgrund des schlechten Erhaltungszustandes vieles in enger Absprache mit dem Denkmalschutzamt nachempfunden werden musste.

Von Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

19.11.2017 - 08:50 Uhr

B2-Junioren sollen vom Spielbetrieb abgemeldet werden - Eltern sind empört

mehr