Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bannewitz möchte bis 2020 rund elf Millionen Euro in seinen Schulstandort investieren

Investition in Bildung Bannewitz möchte bis 2020 rund elf Millionen Euro in seinen Schulstandort investieren

Bis vor sieben Jahren kämpfte der Bannewitzer Bürgermeister noch um den Fortbestand seiner Oberschule, jetzt möchte Christoph Fröse groß investieren. Was er alles rund um das 1983 errichtete Schulhaus plant, sagt er im DNN-Interview.

1983 wurde das Schulhaus in Bannewitz errichtet. Bürgermeister Christoph Fröse möchte das Gebäude jetzt um einen Anbau mit neuen Fachkabinetten erweitern.

Quelle: Silvio Kuhnert

Bannewitz. Vor sieben Jahren musste die Gemeinde Bannewitz noch um den Fortbestand ihrer Oberschule bangen, jetzt plant die Kommune große Investitionen. Was rund um das Schulgebäude passieren soll, berichtet Bürgermeister Christoph Fröse (parteilos).

Sie haben einen Fördermittelbescheid in Höhe von 610 664 Euro von Kultusministerin Brunhild Kurth erhalten. Was haben Sie mit dem Geld vor?

Christoph Fröse: Wir wollen die Schule um ein Fachkabinettszentrum erweitern. Das Gebäude erhält einen Anbau, inwelchem künftig die FachkabinetteChemie und Physik, kurzum die naturwissenschaftlichen Fächer, sowie zwei Computerkabinette untergebracht werden. Zudem wird ein barrierefreier Zugang zu allen Räumlichkeiten der Grund- und Oberschule geschaffen. Der Eingangsbereich wird dafür neu gestaltet mit Fahrstuhl und einer neuen Treppenanlage.

Für den Anbau sind rund 1,49 Millionen Euro Baukosten geplant. Wann werden die Arbeiten beginnen?

Wir haben auf die Fördermittel gewartet. Der Bauantrag ist jetzt raus. In den Sommerferien wollen wir mit dem Abriss des Schornsteins und der Garage beginnen. Die stehen jetzt noch an der Stelle, wo der Anbau hinkommen soll. Unser Ziel ist es, dass im Laufe des Herbstes bereits der Rohbau steht, damit im nächsten Jahr der Ausbau erfolgen kann. Zu Beginn des Schuljahres 2018/19 sollen die Schüler die neuen Fachkabinette nutzen können.

Das Fachkabinettszentrum soll nicht die einzige Investition ins Schulgebäude bleiben, oder?

Wenn der Anbau fertig ist, wird die Gemeinde in das bestehende Schulhaus investieren. Nach der energetischen Sanierung, die wir bereits 2010 mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II vorgenommen haben, werden wir systematisch die Räume zu normalen Klassenzimmern umrüsten. Vorteil der jetzigen Investition ist, dass wir dann beispielsweise nicht mehr Gas- und Elektroleitungen im Hauptgebäude neu verlegen müssen, um die Fachkabinette auf Vordermann zu bringen.

Und die Renovierung der alten Schule soll nach Fertigstellung des Anbaus beginnen?

Nein! Wenn wir weitere Fördermittel in diesem Jahr noch bekommen, bauen wir parallel zum Fachkabinettszentrum hinter der Schule eine neue Dreifeldsporthalle. Sie ist für den Vereinssport gedacht, soll aber natürlich auch von den Schülern genutzt werden. Wenn die neue Sporthalle fertig gestellt ist, sanieren wir die alte Turnhalle. Und wie im Anschluss Geld vorhanden ist, bisher ist dafür noch keine Förderung in Aussicht, wollen wir das Schulgebäude innen renovieren.

Wie viel Geld möchte die Gemeinde insgesamt in den nächsten Jahren in den Schulstandort investieren?

Wir rechnen insgesamt mit rund elf Millionen Euro, die wir bis 2020 investieren wollen. Die 610 000 Euro, die wir jetzt an Förderung erhalten haben, sind da nur ein kleiner aber wichtiger Tropfen auf den heißen Stein.

2010 und die Jahre davor musste die Gemeinde um den Fortbestand ihrer Oberschule kämpfen, weil nicht beziehungsweise immer nur ganz knapp die geforderte Mindestzahl an Fünftklässlern zusammenkam. Laut Schulleiter Gert Winter liegen jetzt die Anmeldungen im Schnitt bei 50 bis 70 Schülern pro Jahr und die Grundschule werden im kommenden Schuljahr sogar rund 230 Kinder besuchen. 1992 waren es „nur“ 150. Hat die Gemeinde die Sorge um den Fortbestand ihrer Schule hinter sich gelassen?

Was die Zukunft des Schulstandortes betrifft, haben wir keine Angst mehr. In der Grundschule fahren wir jetzt sogar dreizügig. Es gibt nach den Sommerferien drei erste Klassen. Bannewitz hat sich generell positiv entwickelt. Wir liegen im Speckgürtel von Dresden und profitieren als Kommune davon – durch Zuzüge. Zudem hat sich unsere Schule beispielsweise mit ihrem Ganztagsangebot einen guten Namen gemacht.

Von Silvio Kuhnert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr