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Aufwind für den Kamenzer Fliegernachwuchs

5. Platz belegt Aufwind für den Kamenzer Fliegernachwuchs

Das sich dem Ende zuneigende Jahr 2017 war für den Fliegerclub Kamenz e.V. ein sehr erfolgreiches. Als Mitglied der deutschen Junioren-Nationalmannschaft durfte Florian Heilmann an der Weltmeisterschaft in Ungarn teilnehmen und erreichte dort einen hervorragenden 5. Platz.

„Flo“ hat gut Lachen: Der 23-jährige Youngster Florian Heilmann hat bei der Weltmeisterschaft den 5. Platz errungen.

Quelle: Uwe Menschner

Kamenz. Das sich dem Ende zuneigende Jahr 2017 war für den Fliegerclub Kamenz e.V. ein sehr erfolgreiches. Als Mitglied der deutschen Junioren-Nationalmannschaft durfte Florian Heilmann an der Weltmeisterschaft in Ungarn teilnehmen und erreichte dort einen hervorragenden 5. Platz. Als einziger Nachwuchsflieger behauptete sich „Flo“, wie ihn seine Vereinskameraden nennen, gegen international erfahrene und gefestigte Piloten, darunter mehrfache Weltmeister.

„Teamwork war bei diesem Wettbewerb ein zentrales Element, und so konnte ich von den Erfahrungen meines Teamkollegen Uli Schwenk profitieren“, stellt Florian Heilmann seine eigene bemerkenswerte Leistung bescheiden in den Hintergrund. Und weiter: „Doch auch die Bodencrew, die uns per Live-Tracking verfolgte, hatte einen großen Anteil am Erfolg.“ Während Uli Schwenk um 800 Meter, was beim Segelfliegen einer Wimpernlänge gleichkommt, dem großen Favoriten Sebastian Kawa (Polen) den Vortritt lassen musste, flog Youngster Florian mit ihm „Flügelspitze an Flügelspitze“ und erreichte so am Ende seine bemerkenswerte Platzierung.

Damit bestätigte „Flo“, der einer bekannten Fliegerfamilie aus dem benachbarten Bautzen entstammt, die führende Rolle des Kamenzer Segelflugnachwuchses in Sachsen und auch in Deutschland, die 2013 mit der Verleihung des Status „Landesleistungszentrum“ gewürdigt wurde. „Ab 2011 stellten wir jeweils vier Mal die sächsischen Meister in der Einzel- und der Mannschaftswertung“, so der Vereinsvorsitzende Robert Mammitzsch. Deutschlandweit befanden sich Kamenzer Flugsportler in jedem Jahr unter den Top 20. Der letzte sächsische Meistertitel gelang 2015, was für die ehrgeizigen Lessingstädter Grund genug ist, von einem „Abbruch“ zu sprechen, dem es entgegenzusteuern gelte. Entsprechend will der Fliegerclub seine Anstrengungen noch weiter verstärken und hat daher das Projekt „Aufwind für die Jugend“ ins Leben gerufen.

Dieses beinhaltet in erster Linie den Erwerb einer modernen Seilwinde, mit deren Hilfe die Segelflugzeuge in die Luft „katapultiert“ werden.

„Seit den 1970er Jahren leistet unsere Windentechnik zuverlässig ihre Dienste. Sie basiert auf einem Lkw-Motor aus den fünfziger Jahren, der Museumscharakter trägt. Jetzt, nach mehr als 40 Jahren, kommt unsere Winde spürbar an ihre Lebensgrenze“, so Robert Mammitzsch. Mit mehr als 100 000 hat sie deutschlandweit mit die meisten Starts „auf dem Buckel.“ An manchen Tagen kommt sie mehr als 50mal zum Einsatz. Doch vor allem erfordert die Winde einen immensen Wartungsaufwand von mehreren 100 Stunden jährlich, „Zeit, die wir wesentlich besser in die theoretische Ausbildung unserer Segelflugschüler investieren könnten“, wie der Vereinsvorsitzende findet. Aus diesem Grund strebt der Fliegerclub die Anschaffung einer modernen Seilwinde vom Typ „Skylaunch Evolution“ an, die circa 70 000 Euro kostet. Ihr Motor leistet 414 PS (im Vergleich die bisherige Winde: 240 PS) und läuft mit wesentlich geringerem Treibstoffverbrauch. Freilich ist der Verein dafür auf Unterstützung angewiesen, denn aus der „Portokasse“ kann eine solche Investition nicht getätigt werden.

Zumal auch die umfangreichen baulichen und technischen Anlagen auf dem Vereinsgelände in Kamenz-Zschornau stetiger Pflege bedürfen. „Immerhin ist unsere Infrastruktur komplett, es geht vor allem um den Erhalt“, wie Robert Mammitzsch betont. 95 Prozent der erforderlichen Arbeiten erbringen die 135 Vereinsmitglieder in Eigenleistung, und ganz „nebenbei“ sorgt der Fliegerclub als Betreiber auch noch dafür, dass sich auf dem Kamenzer Flugplatz alle Räder drehen.

Von Uwe Menschner

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