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10 000 beim Schmalspurbahn-Festival in Radebeul

Mit Volldampf durch den Lößnitzgrund 10 000 beim Schmalspurbahn-Festival in Radebeul

Mehr als 10 000 Menschen kamen am Wochenende zum Schmalspurbahn-Festival in den Lößnitzgrund, um mit alten Dampfloks zwischen Radeburg, Moritzburg und Radebeul zu fahren

Dampfende Besuchermagneten im Lößnitzgrund.

Quelle: Dietrich Flechtner

Radebeul.  Graue Wolken und ein paar Regentropfen zur Eröffnung konnten die zahlreichen Besucher nicht davon abhalten, das Schmalspurbahn-Festival am Wochenende zu besuchen. Mehr als 10 000 Menschen kamen, um mit alten Dampfloks zwischen Radeburg, Moritzburg und Radebeul zu fahren. Und so tuckerten die Traditionsbahn, der DR-Altbauwagen und die Einheitslok mit gemütlichen 25 Kilometern pro Stunde an winkendem Publikum und emsigen Fotografen den Lößnitzgrund entlang. Rund um das Festival gab es viele Bühnenauftritte, Ausstellungen und Spielgelegenheiten für Kinder. Man habe sich einiges einfallen lassen, freute sich Roland Richter, der Geschäftsführer der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) war mit seiner Frau zu Gast. Er sei „gerne dabei“, denn er freue sich über den „professionellen Betrieb“ während des einzigartigen Festivals. Er möge alle Dampfloks, die „wie in einem Western schön schmauchen“ und laute Dampfpfiffe von sich geben, erzählte de Maizière. Landrat Michael Harig (CDU) betonte, dass das Festival „sehr wichtig“ sei, da man dadurch auch dazu beitragen könne, der Umwelt zuliebe wieder vermehrt öffentliche Verkehrsmittel anstelle eines Autos zu nutzen.

Obwohl die knarzenden Waggondecken, die offenen Plattformen und der Dampf der Bahnen einen gewissen Charme versprechen, handele es sich bei den Zügen um „aussterbende Technologien, da die Wirkungskraft vergleichsweise gering ist und man zwei Fahrer benötigt“, so der Vorsitzende des Traditionsvereins, Roland Ende. Umso wichtiger ist es den Initiatoren der jährlichen Veranstaltung, die übrig gebliebenen Dampflokomotiven instandzuhalten und die Tradition des Festivals fortzusetzen.

Von Katharina Jakob

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