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Weniger Laserattacken auf Piloten - 2016 kein Verdächtiger gefasst

Landeskriminalamt Sachsen Weniger Laserattacken auf Piloten - 2016 kein Verdächtiger gefasst

Dummer-Jungen-Streich oder gefährliche Aktion eines Fluggegners? Was Menschen dazu treibt, Piloten mit Laserpointern zu blenden, bleibt oft unbekannt. Denn die Täter sind schwer zu fassen. 2017 ermittelte das LKA Sachsen bislang einen Tatverdächtigen. 2016 gelang das in keinem Fall.

Was Menschen dazu treibt, Piloten mit Laserpointern zu blenden, bleibt oft unbekannt.

Quelle: Patrick Lux/dpa

Leipzig. Die Polizei hat dieses Jahr in Sachsen bislang siebenmal wegen Laserpointer-Attacken auf Flugzeug- und Hubschrauber-Piloten Ermittlungen aufgenommen. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mit. Damit scheint die Zahl solcher Attacken weiter zu sinken - eine Tendenz, die schon seit Jahren anhält. Doch nur ein recht kleiner Teil der Fälle kann aufgeklärt werden.

Im Jahr 2011 zählte das LKA 50 Fälle, in denen Menschen mit Laserpointern auf Cockpits zielten, 2016 waren es nur noch 29. Fünf dieser Attacken richteten sich gegen Hubschrauberpiloten.

Für den Rückgang bei den Blendangriffen gebe es keine belegte kriminologische Erklärung, sagte eine Sprecherin. Es könne aber sein, dass viele Menschen mittlerweile wüssten, wie gefährlich diese Attacken sein könnten, und daher von ihnen absähen. Das Thema sei durch Medienberichte bekannter als früher.

Das Luftfahrtbundesamt (LBA) betonte: „Die Blendattacken bergen ein erhebliches Gefahrenpotenzial in sich.“ Piloten, die mit Laserpointern geblendet werden, könnten schmerzende oder gereizte Augen bekommen und abgelenkt werden - „und das in der Regel in Anflug- oder Abflugphase, in welcher die Cockpitcrews hochkonzentriert arbeiten müssen“, hieß es.

Leipzig gehörte im vergangenen Jahr zu den Städten in Deutschland mit den meisten Laserangriffen auf den Luftverkehr. 7 von 141 beim LBA gemeldete Fällen ereigneten sich in der Messestadt. Am häufigsten wurden Piloten und Pilotinnen in Berlin-Tegel und Düsseldorf geblendet (je 15 Fälle), gefolgt von Köln und Frankfurt mit je 11. Leipzig belegt Platz sieben. Das LBA zählt nur Angriffe auf Piloten deutscher Airlines.

Die Täter zu stellen, sei sehr schwierig, sagt ein Sprecher der Leipziger Polizei. Meist könne der Pilot nicht genau lokalisieren, wo die Attacke herkomme. Polizisten müssten dann in einem kilometergroßen Radius suchen. In einem Fall in diesem Jahr habe ein betroffener Pilot recht genaue Angaben machen können - daraufhin sei ein Zeugenaufruf gestartet worden. Was dabei herauskam, konnte er nicht sagen. Den typischen Täter gebe es nicht. Vom jugendlichen Leichtsinn bis zum militanten Fluggegner könne alles dabei sein.

Laut LKA konnte in diesem Jahr bislang ein Tatverdächtiger ermittelt werden. 2016 gelang das in keinem Fall. Zuletzt war im Juli ein Pilot im Anflug auf den Flughafen Leipzig/Halle geblendet worden. Der Airbus landete dennoch sicher.

dpa

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