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Polizeiticker Vor AfD-Kundgebung: Anschlag auf Reisebus in Leipzig
Region Polizeiticker Vor AfD-Kundgebung: Anschlag auf Reisebus in Leipzig
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12:08 27.05.2018
Ein Bus ist auf dem Weg nach Berlin zu einer AfD-Kundgebung in Leipzig das Ziel eines Anschlags geworden. Quelle: Matthias Roth
Leipzig

 Ein Reisebus mit rund 45 Teilnehmern der AfD-Kundgebung in Berlin ist am Sonntagmorgen das Ziel eines Anschlags geworden. Kurz nach 8 Uhr bewarfen unbekannte Personen die Frontscheibe des Fahrzeugs auf der Rackwitzer Straße mit einem Farbbeutel und einem schweren Gegenstand. „Die Vermummten standen plötzlich auf der Straße und schlugen zu“, berichtet Busfahrer Manfred Wünsch. Sie hätten den Bus regelrecht auf offener Strecke gestoppt. Wünsch saß zu diesem Zeitpunkt nur bei geringer Geschwindigkeit hinter dem Steuer. Die Windschutzscheibe ist an einer Stelle eingedrückt, im Bus lagen Glassplitter. Der Großteil der Frontfläche ist mit schwarzer Farbe verklebt. Ersten Erkenntnissen zufolge ist niemand verletzt worden.

Die Täter seien mit schwarzer Kleidung vermummt gewesen, hätten orange Warnwesten getragen und zuvor von einem Zaun abgerissene Werbeplakate vor den Bauch gehalten. Nach dem Übergriff sind die Unbekannten dem 63-jährigen Ruheständler zufolge, der nur nebenbei Bus fährt, über eine angrenzende Böschung geflohen.

AfD-Bus auf dem Weg von Leipzig zur Demo nach Berlin gestoppt

Ein Bus mit Leipziger Rechtspopulisten auf dem Weg zur AfD-Demo in Berlin wurde in der Rackwitzer Str. mit einem schweren Gegenstand und einem Farbbeutel angegriffen. +++ Mehr Infos zum Anschlag findet ihr hier http://go.lvz.de/5gv

Gepostet von LVZ Leipziger Volkszeitung am Sonntag, 27. Mai 2018

Laut Polizei ging der Notruf um 8.17 Uhr ein. „Unsere Spurensicherung hat am Vormittag den Tatort gesichert“, sagte Diana Mann aus dem Führungs- und Lagezentrum. Die Rackwitzer Straße war dafür in Richtung Berliner Brücke am Vormittag gesperrt. Weitere Angaben machte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Start an der Goethestraße

Der Bus eines Unternehmens aus Meißen war gegen 8 Uhr an der Goethestraße gestartet und bis zu dem Anschlag nur wenige Minuten unterwegs. Seine Fahrgäste seien zu Fuß zurück zum Hauptbahnhof gelaufen und wollten anschließend mit dem Zug nach Berlin fahren.

Die Nachricht von dem Anschlag war am Sonntag ein Dauerthema in den sozialen Netzwerken. „Die Demoteilnehmer aus dem Raum Leipzig werden in ihren Grundrechten auf Meinungs- und Demonstrationsfreiheit behindert. Die Saat der Freiheitsfeinde geht auf. Die Altparteien voran tragen Verantwortung. Die wollen diese Linksfaschisten einfach nicht als Gefahr für unsere Demokratie begreifen, im Gegenteil“, postete der Leipziger AfD-Bundestagsabgeordnete Siegbert Droese bei Facebook.

Von Matthias Roth

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