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Polizeiticker Verhaftung nach Anschlag auf geplantes Asylbewerberheim im Erzgebirge
Region Polizeiticker Verhaftung nach Anschlag auf geplantes Asylbewerberheim im Erzgebirge
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14:25 27.04.2016
Einsatzfahrzeuge stehen am frühen 26.12.2015 vor einer geplanten Flüchtlingsunterkunft in Schlettau, Ortsteil Dörfel (Sachsen). Unbekannte hatten einen Brandanschlag auf die Unterkunft im Erzgebirge verübt. Quelle: Andre März/dpa
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Annaberg-Buchholz

Vier Monate nach einem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft im Erzgebirge haben Ermittler einen Fahndungserfolg erzielt. Ein 30 Jahre alter Tatverdächtiger aus dem Raum Annaberg-Buchholz wurde am Mittwochmorgen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung verhaftet, wie die Staatsanwaltschaft Chemnitz und das für Extremismus zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) mitteilten. Außerdem seien bei drei weiteren Verdächtigen Durchsuchungen vorgenommen worden. Dabei handele es sich um einen 19-Jährigen und zwei Frauen im Alter von 29 und 36 Jahren.

Die vier sollen in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag in Schlettau bei Annaberg vier Molotow-Cocktails auf die noch nicht bezogene Unterkunft geworfen haben. Während drei Brandsätze erloschen, ohne Schaden anzurichten, verursachte der vierte ein Feuer auf dem Dach, das aber von Wachleuten schnell gelöscht werden konnte. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden blieb gering.

Die Durchsuchungen der Wohn- und Geschäftsräume begannen am Mittwochmorgen um 6.00 Uhr. Dabei waren Beamte des OAZ und der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Sie stellten unter anderem Computer, Speichermedien und Handys als Beweismittel sicher. Auch das mutmaßliche Tatfahrzeug wurde beschlagnahmt. Den Haftbefehl des Amtsgerichts Chemnitz gegen den 30-Jährigen hatten die Beamten in der Tasche.

Die Ermittlungen dauerten an, sagte eine OAZ-Sprecherin. Über den Vollzug der Untersuchungshaft gegen den 30-Jährigen werde am Donnerstag ein Haftrichter entscheiden. Der Mann sei vor mehreren Jahren bereits polizeilich in Erscheinung getreten. Allerdings habe es ich dabei um „Delikte der Allgemeinkriminalität“ gehandelt. Die beiden Frauen und der 19-Jährige seien dagegen bisher nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

dpa

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