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Tierschützer zahlen Belohnung für Hinweise zu den Tätern

Nach Tod von Welpen Tierschützer zahlen Belohnung für Hinweise zu den Tätern

Die Polizei fahndet nach den Tierquälern, die in Weinböhla einen in einer Decke eingewickelten Hundewelpen umgebracht haben. Parallel dazu setzen zwei Tierschutzorganisationen Belohnungen für entscheidende Hinweise aus.

Symbolfoto

Quelle: dpa

Weinböhla. Bei der Suche nach den Tierquälern, die in Weinböhla einen Hundewelpen in eine Decke eingewickelt und angezündet haben, hatte die Polizei bis Dienstag noch keine heiße Spur. Bei den Beamten ist trotz eines breit gestreuten Medienaufrufs nur ein Hinweis zu Beobachtungen eingegangen, die mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten, sagte Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Ob das ein wertvoller Tipp war, konnte sie am Dienstag noch nicht sagen. Unterdessen haben zwei Organisationen Belohnungen für Hinweise ausgeschrieben, die dazu führen, dass die Täter gegriffen werden. Es handelt sich um Tierschutzorganisationen: die Peta, die sich mit dem allgemeinen Tierschutz befasst und den Tasso e.V., der sich vor allem dem Schutz von Haustieren widmet.

„Wir sind entsetzt über die unfassbare Grausamkeit, mit der sich unbekannte Täter eines fühlenden, wehrlosen Mitlebewesens ´quasi´ entledigten“, sagte Mike Ruckelshaus, der beim Tasso e.V. die Abteilung „Tierschutz Inland“ leitet. Der Verein mit Sitz im Sulzbach (bei Frankfurt am Main) stellt 500 Euro für Hinweise zur Verfügung, die zur Ergreifung des Täters führen. Das sei kein Bagatelldelikt, ordnete Ruckelshaus den Vorfall ein, es handele sich um eine Straftat.

Die Position der Haustier-Schützer deckt sich mit der der Peta-Aktivisten. Die Organisation mit Sitz in Stuttgart zahlt 1000 Euro Belohnung für Hinweise, die zu den Tierquälern führen. Die Peta-Verantwortlichen teilen die Position des Aggressionsforschers Dr. Christoph Paulus von der Uni des Saarlandes, der der Überzeugung ist, dass 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter vorher bereits Tiere gequält haben. Das bedeutet, die Täter, die den Hundewelpen umgebracht haben, könnten auch schon durch anderen Straftaten aufgefallen sein und neigen zu weiterer Gewalt.

Tasso e.V. und Peta verweisen auf die Kontakttelefonnummer der Dresdner Polizei (4832233), nehmen aber auch selbst Hinweise entgegen.

Tel. Tasso: 06190/937339; Peta: 01520/7373341

Von Christoph Springer

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