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Polizeiticker Suche nach Lösung für gestoppte US-Panzer bei Bautzen
Region Polizeiticker Suche nach Lösung für gestoppte US-Panzer bei Bautzen
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12:47 11.01.2018
Musste über Nacht auf der Raststätte parken: Der Panzertransport in die Oberpfalz. Quelle: Tino Plunert
Bautzen/Leipzig

In den Fall der sechs aus dem Verkehr gezogenen US-Panzer in der Nähe von Bautzen kommt Bewegung. Seit dem Vormittag beraten der Spediteur aus Polen, amerikanische Militärangehörige und deutsche Sicherheitsbehörden, wann der Konvoi seine Reise fortsetzen darf.

Die Polizei hatte den Transport der jeweils knapp 25 Tonnen schweren Haubitzen vom Typ M109 am Mittwoch gestoppt.  Eine Streife des Verkehrsüberwachungsdienstes hatte an der Raststätte Oberlausitz-Nord gleich eine ganze Reihe von Verstößen festgestellt. So fehlten die Transportdokumente und die Ausnahmegenehmigungen ebenso wie die notwendigen Begleitfahrzeuge.

Die Mängelliste der Polizisten wurde während der Kontrolle am Rastplatz Oberlausitz Nord immer länger. Die Auflieger samt Panzer werden nun wohl noch eine Weile dort stehen, bis die polnische Spedition alle Auflagen erfüllt hat.

Die Ladung sei außerdem zu breit und zu schwer gewesen, teilte die Polizei mit. Teils waren die Tieflader um bis zu 16 Tonnen überladen, wie ein Sprecher sagte. Zudem hätten einige Fahrer schon unerlaubt lange hinterm Steuer gesessen.

„Es ist jetzt die Sache des Spediteurs nachzubessern, sonst bleiben die Panzer auf der Raststätte stehen“, sagte Thomas Knaup, Sprecher der Polizeidirektion Görlitz. Dort wurde das Militärgerät auch in der vergangenen Nacht geparkt. „Das war kein Problem, Platz gibt es dort ausreichend“, so Knaup.

Der polnische Spediteur muss sich auf ein saftiges Bußgeld gefasst machen. „Wir prüfen gerade, gegen welche Tatbestände verstoßen wurde“, sagte der Sprecher der zuständigen Landesdirektion in Chemnitz, Gunter Gerick.

Die USA hatten im vergangenen Jahr rund 1000 Soldaten auf das Gebiet des Nato-Partners Polen verlegt. Sie sind in Orzysz im Nordosten des Nachbarlandes stationiert. Damit wurde ein Beschluss des Nato-Gipfels aus dem Jahr 2016 umgesetzt. Bei der Verlegung überquerten die US-Militärs damals auch das Staatsgebiet von Tschechien und der Bundesrepublik. Mit dem Schritt sollte die Ostflanke der Nato gesichert und das Sicherheitsgefühl von Polen und den baltischen Staaten gestärkt werden, die sich von Russland bedroht fühlen. Nach Angaben der Polizei befanden sich die sechs Haubitzen jetzt auf dem Rückweg zum Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz.

Matthias Roth

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