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Segelflugzeug reiß Fluglehrer auf Flugplatz Pirna beim Start mit

Aeroclub Pirna Segelflugzeug reiß Fluglehrer auf Flugplatz Pirna beim Start mit

Ein Moment Unachtsamkeit genügte: Vom Flügel eines Segelfliegers getroffen, stürzte ein Fluglehrer auf dem Segelflugplatz Pirna-Pratzschwitz und musste ins Krankenhaus. Der Start wurde abgebrochen, das Flugfest geht weiter.

Vom Flügel eines Segelfliegers getroffen, stürzte ein Fluglehrer auf dem Segelflugplatz Pirna-Pratzschwitz und musste ins Krankenhaus.

Pirna. Zu einem ungewöhnlichen Unfall ist es am Mittwochabend auf dem Segelflugplatz Pirna gekommen: Ein Fluglehrer wurde von einem startenden Flieger erfasst und umgerissen. Beim Start des zweisitzigen Schulsegelflugzeugs D-3684 vom polnischen Fabrikat Puchacz (deutsch: Uhu) touchierte der Flieger den 70 Jahre alter Fluglehrer. Er musste ins Klinikum Pirna gebracht werden. Laut Polizei war der aus Freiberg stammende Fliegerkamerad offenbar einen Moment unaufmerksam. Er habe sich zu nahe im Startkorridor aufgehalten, als der Flieger (Baujahr 1983) mit einem Fluglehrer (73) und einer Flugschülerin (17) im Cockpit per Seilwinde in Richtung Dresden hochzogen werden sollte.

Der Senior hatte anscheinend nicht gemerkt, dass das Segelflugzeug (Baujahr 1983) schon gestartet war und sich ihm näherte. Kurz vor dem Abheben der Puchacz, die eine Spannweite von 16,67 Meter hat, sei er von der linken Tragfläche am Brustkorb getroffen worden und gestürzt, sagte ein Beamter. Der Fluglehrer im Doppelsitzer brach den Start ab. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) Braunschweig wurde über den Zwischenfall, der sich am Mittwochabend ereignet hatte, informiert. Alkohol war nach Angaben der Polizei bei der Kollision nicht im Spiel.

Nach Angaben des Aeroclubs Pirna, der den Flugplatz betreibt, ist der Unfall glimpflich ausgegangen. „Es wurden sofort alle notwendigen Maßnahmen getroffen und professionelle Hilfe war sehr schnell vor Ort“, teilte ein Verantwortlicher des Vereins mit. Der Rettungsdienst hatte den Segelsportfreund, der ansprechbar und bei Bewusstsein war, in Begleitung des Notarztes ins Klinikum auf den Pirnaer Sonnenstein gebracht. Dort hätten Ärzte nach übereinstimmenden Auskünften von Polizei und Verein „keine ernsthaften Verletzungen“ festgestellt. „Die gute Nachricht: Dem Fliegerkameraden geht es soweit okay.“ Er verbrachte allerdings die Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. Am Flugzeug sei kein Schaden entstanden, sagte ein Vereinssprecher.

Die Unglücksmaschine kann zwei Passagiere, z. B. einen Flugschüler und einen Lehrer, aufnehmen. Sie ist knapp 8,40 Meter lang und bis zu 215 km/h schnell.

Das Herbstfluglager auf dem Pirnaer Flugplatz wird fortgesetzt. Der Aeroclub Pirna führte in dieser Woche durch, es endet heute. 38 Flugschüler, Fluglehrer und Lizenzpiloten nahmen daran teil. Ziel der angehenden Piloten nach der Ausbildung ist es, die Segelfluglizenz abzulegen. Im kommenden Jahr wird der Segelflugplatz Pirna-Pratzschwitz übrigens 60 Jahre alt. Das Jubiläum will der Verein dann begehen.

Von Daniel Förster

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