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Randale in Leipzig: Angriff auf Polizei

Randale in Leipzig: Angriff auf Polizei

Verletzte Polizisten, kaputte Scheiben, zerstörte Autos, brennende Reifen: In der Nacht zum Samstag hielten 100 teils vermummte Personen die Polizei in Atem. Die Randalierer hatten am Pavillon im Johannapark eine Barrikade aus Reifen errichtet und in Brand gesetzt.

Von dort zogen sie weiter in die Karl-Tauchnitz-Straße. Auf dem Weg dorthin zündeten sie Feuerwerkskörper, warfen Molotowcocktails, Pflastersteine und Farbbeutel. Sie streuten Krähenfüße, wodurch zwei Fahrzeuge beschädigt wurden. Von einem Reisebus zerstörten die Angreifer die Frontscheibe. Überdies zerlegten sie eine Straßenbahnhaltestelle am Neuen Rathaus. Die Randalierer beschmierten Fassaden und Gehwege. Am Bundesverwaltungsgericht und im einem medizinischen Versorgungszentrum gingen Fensterscheiben zu Bruch.

Zwischen Bundesverwaltungsgericht und US-Konsulat konnten die Beamten die Randalierer stoppen. Drei Polizeifahrzeuge wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr einsatzbereit waren. Die ganze Attacke dauerte keine halbe Stunde. Ein Großteil der Täter flüchtete, ein 35-jähriger polizeibekannter Mann wurde vorläufig festgenommen. Zur Schadenshöhe liegen bislang keine Angaben vor.

Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz sprach von einem "Gewaltexzess" und verortet die Täter im linksextremistischen Spektrum. Ein Zusammenhang mit dem in Elmau stattfindenden G7-Gipfel sei nicht auszuschließen. Ein Bekennerschreiben liegt bislang nicht vor. Die Täter seien früh gestoppt worden. "Sonst wäre vermutlich noch mehr passiert", sagte Merbitz. In der City feierten am Wochenende 300 000 Menschen das Stadtfest.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) kündigte erste Konsequenzen an. "Wir müssen die Strategie bei der Arbeit gegen die linksextremistische Szene überdenken", sagte er. Er versprach Merbitz "volle Unterstützung bei der verstärkten Arbeit gegen Linksextremismus". Es war bereits der fünfte Angriff dieser Art in diesem Jahr in Leipzig. Ziele waren bisher Polizeireviere, das Amtsgericht und die Ausländerbehörde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.06.2015

Klaus Staeubert

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