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Polizeiticker Polizei und Bahn beklagen tödlichen Leichtsinn an Bahnübergängen
Region Polizeiticker Polizei und Bahn beklagen tödlichen Leichtsinn an Bahnübergängen
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14:12 19.04.2018
Symbolbild Quelle: Stephan Klingbeil
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Radebeul

Angesichts schwerer Unfälle an Bahnübergängen warnen Bundespolizei, Deutsche Bahn und ADAC in Sachsen vor tödlichem Leichtsinn. Mögliche Gefahren an den Kreuzungspunkten von Straße und Schiene würden noch immer unterschätzt, machten deren Vertreter laut Mitteilung beim Ortstermin am Bahnübergang Radebeul Naundorf deutlich. Zu den Hauptursachen zählten auch Unkenntnis von Verhaltensregeln, Unaufmerksamkeit, Leichtsinn, Zeitdruck und der Irrglaube, die Situation unter Kontrolle zu haben. Zudem sinken Hemmschwelle und Risikobewusstsein mit der Wiederholung.

Laut Angaben der drei Akteure der seit 2002 laufenden Kampagne „Geblickt? Sicher drüber“ sind 95 Prozent aller Unfälle auf ein Fehlverhalten von Fahrzeugführern oder Fußgängern zurückzuführen, im Schnitt ende jeder vierte tödlich. Die Folgen träfen aber auch Lokführer, Zugbegleiter, Fahrgäste und Rettungskräfte. „Oft werden die Geschwindigkeit des Zuges und der Bremsweg völlig unterschätzt“, sagte Helmut Büschke vom ADAC. Trotz seit Jahren rückläufiger Zahlen - bis 2016 halbierte sich die Häufigkeit auf 140 pro Jahr bundesweit - seien technische Schutzmaßnahmen und Aufklärung unverzichtbar.

„Es gibt keine offizielle Statistik dazu, die Tendenz ist weiter sinkend“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Dresden. Landesweit gibt es mehr als 1270 Bahnübergänge. „Jeder Unfall ist einer zu viel.“

dpa

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