Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Polizei hat mutmaßlichen Coswiger Feuerteufel gefasst
Region Polizeiticker Polizei hat mutmaßlichen Coswiger Feuerteufel gefasst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 22.03.2018
Das letzte Werk des Feuerteufels: Mitte Februar brannte eine etwa 8000 Quadratmeter große Holzlagerhalle ab. Quelle: Roland Halkasch/Archiv
Coswig

Die Meißner Kriminalpolizei hat am Donnerstagvormittag einen mutmaßlichen Brandstifter in Coswig gefasst. Der 23-Jährige wird verdächtigt, Mitte Februar das Feuer in einem Holzhandel an der Naundorfer Straße in Coswig gelegt zu haben. Dazu gebe es eine ziemlich eindeutige Spurenlage, sagt ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Dafür spricht auch, dass ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl gegen den Coswiger in Kraft gesetzt hat. Der Mann sitzt inzwischen im Dresdner Gefängnis.

Wie die Ermittler auf die Spur des mutmaßlichen Brandstifters gekommen sind, wollen sie nicht verraten. Sie prüfen derzeit, ob der Coswiger für weitere Feuer der Brandserie verantwortlich ist, die seit Herbst 2016 Coswig und Umgebung in Atem gehalten haben. Dabei gerieten immer nachts zumeist Lagerhallen und Fabrikgebäude in Neusörnewitz, im Gewerbegebiet an der Industriestraße und auch im benachbarten Weinböhla in Brand. Zuletzt hatte der Feuerteufel in zwei aufeinanderfolgenden Nächten zuerst im Dehner-Gartencenter an der Dresdner Straße in Coswig zugeschlagen und dann den Holzhandel in Brand gesteckt. Dort konnten die Ermittler am nächsten Tag beobachtet werden, wie sie DNA-Spuren an einem Maschendrahtzaun sicherten. Möglicherweise brachte das nun den Durchbruch, die Ermittler schweigen dazu.

Da die Polizei wegen einer ähnlichen Begehensweise einen Zusammenhang zwischen diesen Brandstiftungen vermutete, hatte sie nach dem letzten Brand eine Sonderermittlungsgruppe gegründet. Das hat nun offenbar zum Erfolg geführt.

Die Ermittler haben nun allerdings noch viel zu tun. Denn der Nachweis von Brandstiftung gehört nicht zu den einfachsten kriminalistischen Disziplinen. Die unheimliche Brandserie begann im November 2016, als ein Rohbau an der Förstereistraße in Flammen stand. Im darauffolgenden Dezember brannte eine Lagerhalle an der Cliebener Straße, im Februar 2017 wurde das Sportlerheim mit Kegelhalle des Vereins „Motor Sörnewitz“ durch ein Feuer zerstört. Deren 1,14 Millionen Euro teuren Wiederaufbau hat der Coswiger Stadtrat unlängst beschlossen, eine Versicherung zahlte rund 550 000 Euro für die abgebrannten Gebäude. Im Juli 2017 musste die Feuerwehr Brände in zwei Industriehallen an der Industriestraße löschen und im November vorigen Jahres wurde ein Feuer in einer Lagerhalle an der Auerstraße gelegt und im Dezember stand ein Karnevalslager in Weinböhla am Ehrlichtweg in Flammen. Dann kam die doppelte Brandstiftung im Februar. Der Gesamtschaden dürfte mehrere Millionen Euro betragen.

Von uh

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

So war das sicher nicht geplant: Ein 35-jähriger Mann aus Schwerin verpasste nach seinem Junggesellenabschied in Sachsen die eigene Hochzeit. Er war zunächst verschollen. Die Braut schaltete die Polizei ein.

22.03.2018

An mehreren Standorten des Jobcenters Nordsachsen und der Arbeitsagentur sind Bedrohungsschreiben eingegangen. Die Agenturdienststellen in Torgau, Delitzsch, Eilenburg und Oschatz sind geschlossen. Polizei und Spürhunde suchen nach Sprengstoff.

22.03.2018

Bei einem Verkehrsunfall am Mittwochabend ist ein Radler tödlich verletzt worden. Offenbar hatte ein Lkw gegen 17.30 Uhr den Mann auf der Straße zwischen Bretnig und Großröhrsdorf erfasst. Er erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

22.03.2018