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Polizei fasst gesuchten Mike W. in Klipphausen

Nach Schüssen auf Polizisten Polizei fasst gesuchten Mike W. in Klipphausen

Großes Aufatmen bei Bevölkerung und Polizei: Vier Tage nach seinen Schüssen auf Beamte ist der wegen versuchten Totschlags gesuchte Mike W. aus Radebeul gestern in Weistropp widerstandslos festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, überraschten Zivilbeamte den 43-Jährigen am späten Vormittag in dem Ortsteil von Klipphausen.

Mike W. wurde in Weistropp geschnappt.
 

Quelle: Roland Halkasch

Dresden/Meißen. Großes Aufatmen bei Bevölkerung und Polizei: Vier Tage nach seinen Schüssen auf Beamte ist der wegen versuchten Totschlags gesuchte Mike W. aus Radebeul gestern in Weistropp widerstandslos festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, überraschten Zivilbeamte den 43-Jährigen am späten Vormittag in dem Ortsteil von Klipphausen. Allerdings hatte er keine Waffe mehr bei sich. Nach ihr werde nun gesucht. Um sie zu finden, durchkämmten Einsatzkräfte auch ein Feld bei Weistropp.

Zuvor hatte die Kassiererin einer Tankstelle im benachbarten Dresden-Cossebaude den Mann am Mittwochmorgen erkannt. Da auch die Bilder der Überwachungskamera zweifelsfrei Mike W. sowie seinen Fluchtwagen, einen BMW mit Pirnaer Kennzeichen, zeigten, leitete die Polizei umfangreiche Suchmaßnahmen entlang der Bundesstraße 6 ein. Ein Polizeihubschrauber kreiste über Kötzschenbroda, Gauernitz und Niederwartha.

Polizei fasst gesuchten Mike W. bei Klipphausen

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Gegen 10.30 Uhr fanden die Beamten schließlich den BMW abgestellt am Weistropper Friedhof. Weil der 43-Jährige aber nicht mehr im Auto war, machten sie es fahruntüchtig und suchten die nähere Umgebung ab. Kurz vor 11 Uhr klickten schließlich die Handschellen auf dem nahegelegenen Gelände eines Agrarunternehmens, wo er sich offenbar versteckt hielt. Mike W. wurde in einem Krankenwagen untersucht und schließlich in ein Krankenhaus gebracht. Sein Fluchtauto wurde abgeschleppt.

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) dankte den beteiligten Einsatzkräften und Hinweisgebern aus der Bevölkerung. „Damit hat ein sehr aufwendiger Einsatz ein positives Ende gefunden. Der mutmaßliche Straftäter wird nun den zuständigen Justizbehörden übergeben“, sagte Ulbig.

Hier fand die Polizei am Mittwoch zunächst das Auto, dann den Gesuchten.

Quelle: Polizei Sachsen

Am Sonnabend hatte sich der laut Ulbig als gefährliche eingestufte Mann, der bei der Staatsanwaltschaft als drogensüchtiger Kleinkrimineller bekannt ist, eine Verfolgungsjagd mit den Beamten geliefert. Nahe Meißen rammte er ein Polizeiauto und schoss auf die Beamten. Unklar war, ob es sich um eine scharfe Waffe oder eine Schreckschusspistole handelte. Mike W. versteckte sich zunächst in einem leerstehenden Möbelhaus in Taubenheim und flüchtete dann, woraufhin sachsenweit nach ihm gefahndet wurde. Unter anderem gab es deshalb Großeinsätze der Polizei am Montag in Radebeul sowie in Steinigtwolmsdorf südlich von Bautzen und am Dienstag in Taucha bei Leipzig.

Ursprünglich war nach dem Radebeuler gesucht worden, nachdem er eine Haftstrafe nicht antrat, zu der ihn das Amtsgericht Dresden verurteilt hatte. Er sei schwer crystalabhängig, eine Therapie schlug jedoch fehl.

Stephan Schramm

Weistropp 51.084017 13.580696
Weistropp
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