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Polizei durchsucht vier Wohnungen des mutmaßliche Serienräubers in Pirna

Nach der Festnahme Polizei durchsucht vier Wohnungen des mutmaßliche Serienräubers in Pirna

Nach der Festnahme des mutmaßlichen Serienräubers am Silvestertag in Pirna hat die Polizei am Montag eine weitere, mittlerweile vierte Wohnung im Stadtzentrum der Canalettostadt durchsucht.

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Insgesamt vier Wohnungen hatte der Serienräuber in Pirna.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Nach der Festnahme des mutmaßlichen Serienräubers am Silvestertag in Pirna hat die Polizei am Montag eine weitere, mittlerweile vierte Wohnung im Stadtzentrum der Canalettostadt durchsucht. Der 69-Jährige Tatverdächtige hatte sich dort unter falschem Namen und mit gefälschten Dokumenten für wenige Wochen eingemietet. Der Tatverdächtige, der in der Justizvollzugsanstalt Dresden einsitzt, hat bisher bestritten, etwas mit den vier Raubüberfällen in der Pirnaer Innenstadt zu tun zu haben, heißt es aus Ermittlerkreisen. Auch Polizeisprecher Marko Laske bestätigt, dass der 69-Jährige „bislang keine Aussagen dazu gemacht“ habe. Das sei legitim. „Jetzt ist es an uns, ihm die Straftaten nachzuweisen“, so der Polizeisprecher. Im Zuge der kriminalistischen Arbeit würden jetzt beispielsweise an Tatorten hinterlassene und gesicherte Finger- oder Fußabdrücke und DNA-Spuren abgeglichen und ausgewertet sowie Beweise zusammengetragen.

Bereits im Vorfeld des Zugriffs hatte die Polizei zwei Wohnungen durchsucht, in die sich der einschlägig justizbekannte Mann unter dem Namen eines mitteldeutschen Adelsgeschlechts eingemietet und Vermieter geprellt hatte. Sie waren jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits unbewohnt und verlassen. Die Ehefrau des mutmaßlichen Räubers, die ebenfalls am Silvestertag von der Polizei mitgenommen wurde, ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Laut Polizei steht der in Velbert im Ruhrgebiet geborene Friedhelm L. im Verdacht, seit August drei Modegeschäfte und einen Feinkostladen in Pirna überfallen zu haben. Der tatverdächtige Senior war bereits 1990 wegen mehrfachen schweren Raubes zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Das Vorgehen des Pirnaer Serienräubers war immer gleich. Er bedrohte die Verkäuferinnen, die allein im Laden standen, jeweils kurz vor Ladenschluss mit einer Pistole, drängte sie in Hinterräume , wo er sie fesselte, und erbeutete anschließend mehrere Hundert Euro. Nach dem letzten Überfall zwei Tage vor Heiligabend waren verstärkt Streifenpolizisten in Pirna unterwegs. Außerdem konnte ein geprellter Vermieter einen wichtigen Hinweis auf den Tatverdächtigen geben. Streifenpolizisten in Uniform erkannten am Silvestertag schließlich Friedhelm L., der inzwischen mit Haftbefehl gesucht wurde, zufällig in der Altstadt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen vierfachen schweren Raubs. Bei einer Verurteilung drohen dem mutmaßlichen Täter mindestens drei bis maximal 15 Jahre Haft.

Von Daniel Förster und Uwe Hofmann

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