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Nach Fund von Babyleiche führt DNA-Spur zur Kindesmutter

Wilkau-Haßlau Nach Fund von Babyleiche führt DNA-Spur zur Kindesmutter

Gut zwei Monate nach dem Fund einer Babyleiche in Wilkau-Haßlau ist die Mutter des Kindes identifiziert worden. Gegen die Frau aus dem gleichen Ort wurde Haftbefehl erlassen, die 33-Jährige wurde in die Justizvollzugsanstalt Chemnitz gebracht.

Wilkau-Haßlau. Zwei Monate nach dem Fund eines toten Babys im westsächsischen Wilkau-Haßlau ist die Mutter ausfindig gemacht und in Haft genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft Zwickau am Freitag mitteilte, handelt es sich um eine 33-Jährige aus Wilkau. Details zu den Aussagen der Frau wollte die Behörde nicht preisgeben. Ein DNA-Abgleich hatte die Ermittler der Zwickauer Kripo zu der Mutter geführt. Nach ihrer Festnahme wurde am Freitagnachmittag Haftbefehl erlassen und die Frau ins Gefängnis nach Chemnitz gebracht.

Die Leiche des in zwei Handtücher und einen Bettbezug eingewickelten Säuglings war am 1. Juni unweit der Bushaltestelle „Schweitzerhaus“ auf einer Wiese im Ortsteil Culitzsch gefunden worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass der neugeborene Junge mindestens vier bis sechs Wochen vor dem Auffinden dort abgelegt worden sein muss. Die Staatsanwaltschaft Zwickau wollte aus ermittlungstaktischen Gründen auch keine Angaben darüber machen, wie das Kind zu Tode kam.

Die Polizei hatte von der Veröffentlichung von Fotos der zwei Handtücher und des Bettbezuges Zeugenhinweise erhofft. Ein viertes Bild zeigte eine in der Nähe gefundene Strickjacke. Letztlich konnte das Geschäft ermittelt werden, in dem die Frau diese Textilien erworben hatte. So kamen die Ermittler ihr auf die Spur.

Im Laufe der Ermittlungen war ausgeschlossen worden, dass es einen Zusammenhang mit den toten Babys von Schwarzenberg und im tschechischen Rothau (Rotava) gibt. Es war zunächst spekuliert worden, dass der Fall mit den ungeklärten Babymorden zusammenhängen könnte. Am 19. Januar 2011 war in einem Altkleidercontainer in Schwarzenberg eine Babyleiche gefunden worden, am 2. Juli 2012 in einem Straßengraben in Rothau ein weiterer toter Junge. Die Neugeborenen waren Brüder.

dpa

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