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Polizeiticker Männer erneut wegen versuchten Mordes vor Gericht
Region Polizeiticker Männer erneut wegen versuchten Mordes vor Gericht
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10:40 23.04.2017
Ein Jugendlicher wird schwer misshandelt und verletzt. Ein Gericht verurteilt zwei junge Männer wegen versuchten Totschlags. Nach erfolgreicher Revision geht es nun um versuchten Mord. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Dresden

Schüsse, Schläge, Stiche: Schwer verletzt hat im Mai 2013 ein 18-Jähriger die Attacken von Bekannten in seiner Wohnung in Riesa (Landkreis Meißen) überlebt. Zwei Jahre später wurden zwei wegen versuchten Mordes angeklagte Cousins schließlich wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vom Dresdner Landgericht verurteilt - zu einer Jugendstrafe auf Bewährung sowie dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe. Der Bundesgerichtshof (BGH) sah die Wehrlosigkeit des Opfers sowie Heimtücke nicht ausreichend berücksichtigt und hob das Urteil wieder auf.

Am Mittwoch (26. April) beginnt nun der zweite Prozess gegen die jungen Männer - vor der Großen Jugendkammer. Nach erfolgreicher Revision der Staatsanwaltschaft stehen die 22- und 28-Jährigen, die auf freiem Fuß sind, nach wie vor unter dem Verdacht des versuchten Mordes. Sie waren fünf Tage nach der Tat festgenommen worden und nach Ende des ersten Prozesses auf freien Fuß gekommen.

Die Staatsanwaltschaft geht vom Mordmerkmal Heimtücke aus. Laut Anklage waren die Beschuldigten am 8. Mai 2013 zu Besuch bei dem 18-Jährigen. Der lag entspannt auf dem Bett, als sich plötzlich der gleichaltrige und vermeintliche Freund auf ihn legte, ihm eine Luftdruckpistole an den Kopf hielt, mehrfach abdrückte und in Kopf, Hals und Unterarm schoss, wie der Gerichtssprecher erklärte.

Der Ältere soll dann mit einem kiloschweren Hammer auf den Kopf des Opfers eingeschlagen und ihm mit einem Küchenmesser in den Rücken gestochen haben, als sich der Schwerverletzte befreit hatte und flüchtete. „Das Motiv für die Tat ist unklar.“

Für den Prozess vor der Großen Jugendstrafkammer sind drei Verhandlungstage bis zum 5. Mai terminiert.

dpa

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