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Lebensgefährte hat Schwangerschaft nicht bemerkt

Prozess um totes Baby von Dohna Lebensgefährte hat Schwangerschaft nicht bemerkt

Am Dresdner Landgericht wurde am Dienstag der Prozess um das tote Baby von Dohna fortgesetzt. Am zweiten Verhandlungstag sagte der Lebensgefährte der Mutter und Vater des toten Säuglings aus. Er habe nicht bemerkt, dass seine Lebensgefährtin Drogen nahm, erklärte er. Auch von einer Schwangerschaft sei ihm nichts aufgefallen.

Eine 26-jährige Frau ist vorm Landgericht Dresden wegen der Tötung ihres Säuglings angeklagt.

Quelle: Monika Löffler

Dohna/Dresden. Am Dresdner Landgericht wurde am Dienstag der Prozess um das tote Baby von Dohna fortgesetzt. Am zweiten Verhandlungstag sagte der Lebensgefährte der Mutter und Vater des toten Säuglings aus. Der 26-Jährige schilderte die Angeklagte Susanne B. als sehr liebevolle Mutter, die den Haushalt im Griff hatte, aber auch zu stolz sei. Hilfe anzunehmen und alles alleine regelt. Der jungen Frau scheint da einiges, vor allem finanziell, über den Kopf gewachsen zu sein. Sie hatte erhebliche Schulden. Die beiden waren viele Jahre ein Paar lebten aber immer in getrennten Wohnungen. Auch die drei gemeinsamen Kinder, die relativ zügig hintereinander kamen, waren wohl kein Grund zusammen zu ziehen. Da blieb wohl doch einiges auf der Strecke.

Er habe nicht bemerkt, dass seine Lebensgefährtin Drogen nahm, erklärte Eric W. – und die junge Frau konsumierte reichlich. Auch von einer Schwangerschaft sei ihm nichts aufgefallen. Als das Jugendamt Susanne B. aufforderte zu einem Frauenarzt zu gehen und sie dies ablehnte, stellte er sich hinter sie. Selbst von der Geburt im Badezimmer habe er nichts mitbekommen. „Sie hatte Rückenschmerzen und legte sich in die Badewanne. Ich habe ihr etwas zu Essen gemacht und bin dann ins Bett, da ich am nächsten tag Frühschicht hatte. Am Morgen lag sie neben mir im Bett.“

Susanne B. muss sich wegen Totschlags verantworten. Sie soll am 26. März 2015 im Bad ihre Wohnung auf der Müglitztalstraße in Dohna ein Mädchen geboren, das Kind nicht versorgt, in mehrere Handtücher und Folien gepackt und in einer Sporttasche auf dem Dachboden versteckt haben. Am 31. März wurde das Baby tot aufgefunden. Der Prozess wird fortgesetzt.

Von Monika Löffler

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