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Polizeiticker Lastwagen durchbricht Brücke auf A14 – Fahrer tot
Region Polizeiticker Lastwagen durchbricht Brücke auf A14 – Fahrer tot
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19:48 11.02.2019
Ein Lastwagen durchbricht eine Brücke auf der A14. Quelle: Sven Bartsch
Döbeln

Tonnenweise haltbare H-Milch für einen Supermarkt hatte der tschechische 40-Tonner geladen, der am Montag an der Autobahnbrücke über die Staatsstraße 32 bei Simselwitz von der Autobahn 14 stürzte.

Kurz vor 14 Uhr hatte der Lastwagenfahrer auf der Fahrbahn in Richtung Leipzig offenbar ein Baustellenfahrzeug übersehen. Der Laster führ auf den Kleintransporter auf, kam nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanken und das Brückengeländer und stürzte etwa sechs Meter tief von der Brücke auf die darunter führende Straße. Das Fahrerhaus grub sich beim Aufprall zur Hälfte in die Böschung ein und fing Feuer.

Zwei Lkw-Fahrer und mehrere Pkw hatten schnell angehalten und versuchten vergeblich mit ihren Bordfeuerlöschern das Feuer zu löschen.

Ein tschechischer 40-Tonnen-Laster ist von der Autobahnbrücke bei Simselwitz abgestürzt. Zuvor hatte er dieses Straßenbaufahrzeug gerammt. Quelle: Thomas Sparrer

Der tschechische Lastwagenfahrer starb in seinem Fahrerhaus. Ob sich noch eine zweite Person im Lastwagen befand, konnte zunächst nicht geklärt werden, da sich die Beifahrerseite tief in den Boden gegraben hatte. Mit schwerem Gerät wurde am Abend mit der Bergung des Lasters begonnen.

Für Aufregung hatte zudem ein DL-Autokennzeichen gesorgt, das Polizisten am Böschungshang nahe der Unfallstelle fanden. Sollte der Laster noch einen Pkw unter sich begraben haben?

Ein Datenabgleich ließ die Einsatzkräfte schließlich aufatmen. Es handelte sich um ein älteres Kennzeichen, dass offenbar bei einem früheren Auffahrunfall mal weggeschleudert und bei den Aufräumarbeiten übersehen wurde.

Die Feuerwehren Döbeln, Mochau, Mockritz und Limmritz waren mit acht Einsatzfahrzeugen und rund 30 Mann Besatzung vor Ort. Sie löschten den brennenden Lkw und bargen später den Leichnam. Die Freiwillige Feuerwehr Roßwein sicherte unterdessen die Unfallstelle oben auf der Autobahn ab.

Die Döbelner Feuerwehrleute löschten den brennenden Lkw. Rund herum lag die Ladung: Tetrapacks mit H-Milch. Quelle: Sven Bartsch

Die Polizei schickte einen Havariekommissar und die Dekra vor Ort, um den Unfallhergang zu rekonstruieren und zu klären, ob von dem auslaufenden Diesel-Milch-Gemisch Umweltgefahr ausgeht. Der diensthabende Staatsanwalt wurde ebenfalls informiert.

Nach aktuellen Informationen, der für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Polizeidirektion Leipzig befand sich außer dem getöteten Lastwagenfahrer keine weitere Person im Fahrzeug. Mit hundertprozentiger Sicherheit steht das aber erst nach Ende der Bergungsarbeiten fest. Zum Alter des Lkw-Fahrers machte die Polizei am Abend noch keine Angaben. Der Leichnam war zu diesem Zeitpunkt noch nicht geborgen. Er solle später zur Untersuchung in die Gerichtsmedizin gebracht werden.

Der Leitplankenmonteur, der im gerammten Kleintransporter saß, wurde bei dem Unfall schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt.

Am späten Nachmittag rückte die Bergungsfirma Hübler mit Spezialtechnik an und begann einen Kran aufzubauen. Wegen der Bergung war die Autobahn in Fahrtrichtung Magdeburg bis gegen 18 Uhr voll gesperrt. Dann wurde die linke Fahrspur wieder freigegeben. Die Bergung des Lasters unter der Brücke werde bis spät in die Nacht dauern, so die Experten des Unternehmens.

Von Thomas Sparrer

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