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Landesfeuerwehrverband für Rauchmelder in allen Wohnungen

Vorsorge Landesfeuerwehrverband für Rauchmelder in allen Wohnungen

Rauchmelder in allen Wohnungen hat der Landesfeuerwehrverband Sachsen gefordert. Die seit diesem Jahr geltende Regelung, die solche Geräte in Fluren sowie Schlaf- und Kinderzimmer nur von Neubauten vorsieht, sei unzureichend, sagte der Verbandsexperte Joachim Petrasch.

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Rauchmelder in allen Wohnungen hat der Landesfeuerwehrverband Sachsen gefordert.

Quelle: DNN

Dresden/Leipzig. Rauchmelder in allen Wohnungen hat der Landesfeuerwehrverband Sachsen gefordert. Die seit diesem Jahr geltende Regelung, die solche Geräte in Fluren sowie Schlaf- und Kinderzimmer nur von Neubauten vorsieht, sei unzureichend, sagte der Verbandsexperte Joachim Petrasch in Zeithain (Landkreis Meißen). Schon bestehende Gebäude müssen demnach nur bei größeren baulichen Veränderungen nachgerüstet werden.

Das Gesetz erfasse nicht mal ein Prozent aller Wohnungen und Eigenheime, erläuterte Petrasch. „Die vielen Gründerzeithäuser, bei denen das Treppenhaus aus Holz gefertigt ist und in denen sich Brände besonders rasch ausbreiten, sind ausgeklammert.“ Andere Länder seien da weiter. Laut Innenministerium soll die Rauchmelderpflicht jedoch nicht ausgeweitet werden. Viele Wohnungsunternehmen installieren schon seit Jahren Melder in neuen Häusern und Wohnungen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Laut dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vdw Sachsen) in Dresden haben die kommunalen Wohnungsunternehmen rund 15 000 der rund 316 000 von ihnen verwalteten Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet. „Diese haben damit begonnen, lange bevor es Pflicht wurde“, berichtete vdw-Sprecher Alexander Müller. Mit den Meldern könnten schwere Schäden vermieden werden. Ältere Häuser erhielten diese jedoch nur, wenn etwa bauliche Veränderungen einen neuen Bauantrag erforderlich machten. Die kommunalen Wohnungsunternehmen verwalten etwa jede vierte Wohnung in Sachsen.

Einige Wohnungsgenossenschaften in Sachsen prüften, flächendeckend Rauchmelder zu installieren, teilte der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften in Dresden mit. In ihm sind 217 im Genossenschaften organisiert, die mehr als 275 100 Wohneinheiten bewirtschaften.

In Leipzig hat laut Petrasch, der auch Sprecher der örtlichen Feuerwehr ist, mittlerweile fast jede dritte Wohnung Rauchmelder. „Die Feuerwehren sind von der Notwendigkeit dieser Lebensretter überzeugt.“ Er selbst habe einen Einsatz erlebt, bei dem ein Rauchmelder einer junge Mutter und ihrem Kind das Leben gerettet habe. Die Frau habe einen Topf auf dem Herd vergessen, so sei es bei einer Rauchgasvergiftung geblieben.

Die Rauchmelder hätten die Zahl von Feuerwehr-Einsätzen nicht wesentlich gesteigert, stellte Petrasch fest. Mehr als 90 Prozent aller Fehlalarme gehe auf das Konto von Brandmeldern in Betrieben und Einrichtungen.

Die Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“ Süd in Dresden, mit mehr als 13 000 Mietwohnungen zweitgrößte Wohnungsgenossenschaft der Landeshauptstadt, stattet nach eigenen Angaben schon seit 2010 Neubauten mit Rauchmeldern aus. Im vergangenen Jahr seien diese auch in einem schon älteren Hochhaus installiert worden. „Wir hatten einen einen Aufzug eingebaut. Deshalb musste ein neues Brandschutzkonzept her“, sagte Christoph Menzel vom Vorstand. Er gehe davon aus, dass womöglich schon in der nächsten Wahlperiode ein flächendeckender Ausbau mit Rauchmeldern Pflicht wird.

dpa

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