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Großbrand vernichtet Lager von Coswiger Lackfabrik

Industriestraße Großbrand vernichtet Lager von Coswiger Lackfabrik

Und wieder gab es einen Großbrand in Coswig. In der Nacht zu Donnerstag gingen zwei verbundene Lagerhallen der Coswiger Lackfabrik an der Industriestraße in Flammen auf. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot mit bis zu 140 Einsatzkräften vor Ort, konnte das Abbrennen der etwa 1800 Quadratmeter großen Leichtbauhallen aber nicht mehr verhindern.

Die Flammen schlugen bis zu 35 Meter hoch aus den brennenden Lagerhallen.

Quelle: Jens Ruppert

Coswig. Und wieder gab es einen Großbrand in Coswig. In der Nacht zu Donnerstag gingen zwei verbundene Lagerhallen der Coswiger Lackfabrik an der Industriestraße in Flammen auf. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot mit bis zu 140 Einsatzkräften vor Ort, konnte das Abbrennen der etwa 1800 Quadratmeter großen Leichtbauhallen aber nicht mehr verhindern. „Uns blieb nur, umstehende Gebäude zu schützen, was uns auch gelang“, sagt Wehrleiter Andreas Schurbogen. Es entstand großer Schaden in derzeit unbekannter Höhe.

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In der Nacht zu Donnerstag gingen zwei verbundene Lagerhallen der Coswiger Lackfabrik an der Industriestraße in Flammen auf. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot mit bis zu 140 Einsatzkräften vor Ort, konnte das Abbrennen der etwa 1800 Quadratmeter großen Leichtbauhallen aber nicht mehr verhindern.

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Die Feuerwehren aus Coswig, Weinböhla, Radebeul und Meißen wurden laut Polizei gegen 1.10 Uhr alarmiert. Ein Coswiger hatte Feuerschein irgendwo hinter dem Sportzentrum Olympia bemerkt – so lautete die erste, etwas diffuse Alarmierung. „Der Brand war weithin zu sehen und zu hören“, sagt Schürbogen. „Ich selbst wunderte mich anfangs noch, wer denn um diese Zeit ein Feuerwerk abfeuert“, sagt er. Dabei explodierten keine Blitzknaller und Raketen, sondern im brennenden Auslieferungslager der Lackfabrik deponierte Fässer mit Lösungsmitteln, Lacken und Farben, wie sich rasch herausstellte. Als die Feuerwehrleute am Brandort eintrafen, schlugen die Flammen bis zu 35 Meter aus dem Dach. Der Feuerschein war laut Schurbogen noch in Moritzburg zu sehen.

Nicht nur die große Hitze und die explodierenden Fässer machten den Kameraden – alles freiwillige Helfer, die aus den Betten geholt wurden – zu schaffen. Zunächst war auch unklar, was da in Brand geraten war. „Wir mussten erst einen Mitarbeiter der Lackfabrik heranholen, der uns darüber unterrichten konnte, was alles im Lager deponiert war“, sagt Wehrleiter Schürbogen. Inzwischen waren auch der Gefahrgutzug und der Erkundungszug des Landkreises Meißen am Brandort. Streifenwagen der Polizei fuhren mit Lautsprecheransagen durch angrenzende Wohngebiete und forderten dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Wie sich herausstellte, setzte das Feuer keine giftigen Stoffe frei. Das haben auch anschließende Messungen der Feuerwehr an verschiedenen Stellen im Coswiger Stadtgebiet ergeben. Erst als große Lagerbestände verbrannt waren, konnte mit dem Löschen des Brandes begonnen werden. Die Dachkonstruktion der Lagerhallen wurde durch die enorme Hitze zerstört und ist zusammengestürzt. Restarbeiten und das Aufräumen zogen sich bis in den Vormittag, der letzte Feuerwehrwagen verließ gegen 10 Uhr den Brandort. Für die meisten Feuerwehrleute ging es nach den anstrengenden Löscharbeiten direkt zur Arbeit. Im Laufe des Vormittags hat sich ein Brandursachenermittler der Polizei die abgebrannten Hallen angesehen. Mit einem Ergebnis sei erst in den nächsten Tagen zu rechnen, heißt es.

War es der Brandteufel, der in den letzten Monaten immer wieder vor allem im Stadtteil Neusörnewitz zugeschlagen hatte? „Das ist alles Spekulation“, sagt Schurbogen, der es allerdings auch für wenig wahrscheinlich hält, dass die Lagerhallen von allein in Brand geraten sind. „Dort war alles sicher“, bekräftigt er. Und: „So ein Feuerteufel kann sein Betätigungsgebiet ja auch einmal verlagern“, wie der Wehrleiter zum Brandort im Gewerbegebiet Industriestraße unweit von Neusörnewitz meint. Die Brandzeit immerhin würde zur Vorgehensweise des Brandstifters passen. Er schlägt vorzugsweise mitten in der Nacht zu.

Von Uwe Hofmann und Jens Ruppert

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