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Fünf Verletzte bei Übergriffen an Wurzener Asylunterkunft

Deutsche stürmen Wohnhaus Fünf Verletzte bei Übergriffen an Wurzener Asylunterkunft

In Wurzen sind am Freitagabend zwei Gruppen junger Deutscher und Ausländer massiv aneinandergeraten. Zwei Männer wurden dabei schwer verletzt. Zuvor sollen Flüchtlinge verfolgt und bedroht worden sein. Der Staatsschutz ermittelt und prüft einen fremdenfeindlichen Hintergrund.

An einer Asylbewerberunterkunft in Wurzen gab es am Freitagabend einen größeren Polizeieinsatz.

Quelle: dpa

Wurzen/Leipzig. Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen an einem von Flüchtlingen genutzten Wohnhaus in Wurzen sind am Freitagabend fünf Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen rund 30 junge Deutsche mit einer kleineren Gruppe Ausländer aneinander geraten sein. Zwei der Deutschen wurden durch Messerstiche am Oberschenkel schwer verletzt, teilte die Polizei am Samstag mit. In der Asylbewerberunterkunft in der Dresdner Straße wurden zudem drei Personen leicht verletzt, so Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ.de. Die Polizei schließt einen fremdenfeindlichen Hintergrund derzeit nicht aus.

Deutsche stürmten nach Angriff Flüchtlingsunterkunft

Die Konfrontation dauerte rund eine Stunde und löste einen Großeinsatz der Polizei aus. Etwa 30 bis 40 Beamte waren ab 22.40 Uhr im Einsatz. Aus Zeugenaussagen sei bislang bekannt, dass es zunächst zu einem verbalen Streit zwischen den beiden Gruppen im Bereich des Parks am Bahnhof kam, dem eine Kette an Übergriffen folgte. Die Asylbewerber hätten sich in ihr Wohnhaus in der Dresdner Straße zurückgezogen. „In der Folge begaben sich zwei Deutsche zu diesem Wohnhaus, schlugen gegen die Haustür und beschädigten eine Scheibe“, berichtete Loepki.

Eine kleinere Gruppe von Flüchtlingen verfolgte daraufhin die beiden Deutschen, kehrte aber wieder um, als sie sich einer Gruppe von 30 Personen gegenüber sahen. „Aufgrund deren Auftretens begaben sich die Ausländer – unter Verfolgung – zurück zur Unterkunft, welche aber kurz darauf durch wohl zwölf Anwesende/Bewohner wieder verlassen wurde, die mit Messern und Knüppeln bewaffnet waren“, so Loepki. Bei der darauffolgenden Auseinandersetzung erlitten zwei Deutsche Messerstiche am Oberschenkel. Auch ein Elektroschocker soll zum Einsatz gekommen sein. Mehrere Deutsche sollen schließlich das Wohnhaus gestürmt haben, wo es zu weiteren Attacken kam.

Keine Festnahmen erfolgt

Um die rivalisierenden Gruppen zu trennen, wurden laut Loepki alle Kräfte des Streifendienstes aus dem Revier Grimma zusammengezogen und auch Einsatzkräfte aus Leipzig nach Wurzen beordert. Vor Ort stellten die Beamten die Identitäten der Beteiligten fest. Festnahmen gab es nicht. Es sei bislang noch unklar, wer die Angriffe begangen habe. Dies müsse jedem Einzelnen konkret nachgewiesen werden, so Loepki. Dazu liefen noch Zeugenbefragungen.

Auch was der Auslöser für die Übergriffe war, sollen nun die weiteren Ermittlungen klären, die wegen besonders schwerem Landfriedensbruch geführt werden. Der Staatsschutz ist ebenfalls in den Fall eingeschaltet. Es werde ein extremistischer und rassistischer Hintergrund für die Taten geprüft.

Von nöß

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