Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Polizeiticker Feuer an der Bastei nach zwei Tagen gelöscht
Region Polizeiticker Feuer an der Bastei nach zwei Tagen gelöscht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:05 03.08.2018
Großer Waldbrand in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz nahe der Bastei. Quelle: Daniel Förster
Anzeige
Rathen

Die Feuerwehr hat den Brand im Basteigebiet nach zwei Tagen gelöscht. Die Löscharbeiten seien beendet, teilte das Landratsamt in Pirna am späten Freitagnachmittag mit. Der Waldbrand in einem der bekanntesten Forstgebiete Deutschlands im Nationalpark Sächsische Schweiz unweit des Basteifelsens war am Donnerstagnachmittag ausgebrochen. Von der bekannten Bastei-Aussicht aus waren seit dem Mittag immer wieder Flammen am Waldboden auf einem Felsvorsprung 500 Meter elbabwärts zu sehen. Dort stand ein 4000 Quadratmeter großes Gebiet in Flammen. 150 Feuerwehrleute hatten in dem zerklüfteten und teils schwer zugänglichen Gebiet ihre liebe Mühe, ein Ausbreiten der Flammen zwischen Kurort Rathen und Stadt Wehlen zu verhindern. Erschwerend kam hinzu, dass am Donnerstag heiße Winde die Flammen immer wieder anfachten. Dennoch hatten die Feuerwehrmänner das Feuer am Abend so weit unter Kontrolle, dass sie eine Pause einlegen konnten. Wegen des schwierigen Geländes war an eine nächtliche Löschaktion ohnehin nicht zu denken.

„Das Feuer breitet sich derzeit nicht weiter aus, eine Gefährdung für Kurort Rathen besteht nicht“, hieß es dann am Freitagvormittag. Es ging an diesem Tag vor allem darum, die einzelnen Brandnester endgültig zu ersticken und dafür Sorge zu tragen, dass der Brand nicht irgendwo weiter schwelt und später erneut ausbrechen kann. Nachdem das gelungen ist, wird nun noch eine Brandwache den Ort im Auge behalten.

Waldbrand an der Bastei

Dafür sind heute 140 Feuerwehrleute von 15 Ortswehren der Region waren am Freitag im Einsatz. Beteiligt waren ebenso Bergwacht und Höhenrettung. Die Brandstellen in dem total zerklüfteten Gebiet am Felsen Kraxelbrüderscheibe sind nur zu Fuß zu erreichen. „Die Kameraden der Feuerwehren werden teilweise von der Bergwacht und Höhenrettung gesichert und abgeseilt“, heißt es zu den Umständen der Löscharbeiten. Auf Hilfe aus der Luft wollte Einsatzleiter Steffen Pilz aus Sicherheitsgründen nicht zurückgreifen: „Aufgrund der exponierten Lage auf den Felsen wurde auf den Einsatz eines Hubschraubers verzichtet, damit die Glut nicht mit dem Auftreffen des Wassers nach unten geworfen wird“, begründete er.

Schwierigkeiten bereitete auch die Löschwasserversorgung. Die Feuerwehrleute legten eine 500 bis 600 Meter lange Förderstrecke von der Elbe bis zum Ort der Wasserübergabe. Außerdem wurde über eine ebenfalls mehrere Hundert Meter lange Distanz Wasser aus einer Zisterne an der Bastei gepumpt. Die dritte Entnahmestelle befand sich im Löschwasserteich in Rathewalde – dort holen Tankfahrzeuge das Löschwasser ab.

In der gesamten Nationalparkregion herrscht große Waldbrandgefahr. Der Forst bleibt aus diesem Grund in den Nächten zwischen 21 Uhr und 6 Uhr behördlich gesperrt. Diese Regelung gelte solange, bis die Waldbrandwarnstufe auf 2 oder noch niedriger falle, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Das ist laut Sachsenforst in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Übernachtet werden darf ebenfalls bis auf Weiteres nicht mehr im Wald. Wer sich nicht daran hält, zahlt bis zu 2500 Euro Strafgeld, in schweren Fällen bis zu 10 000 Euro.

Von uh/df

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundespolizisten haben am Mittwoch eine mutmaßliche Schleusung auf der Bundesstraße 172 bei Bad Schandau verhindert.

02.08.2018

Trauriger Ermittlungserfolg: Polizisten haben am Mittwochnachmittag einen mutmaßlichen Einbrecher festgenommen. Der Tatverdächtige ist erst 15 Jahre alt.

02.08.2018

Schwerer Unfall an der Bundesstraße 6 zwischen Dresden-Rossendorf und Fischbach: Ein Mann kam Mittwochabend mit seinem Skoda von der Fahrbahn ab. Rettungskräfte hatten anschließend ihre liebe Mühe, den Schwerverletzten zu finden.

02.08.2018
Anzeige